Ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

Wollte ich nur noch schnell wünschen bevor ich’s wieder vergesse. Und nicht ohne eine meiner Lieblingsseiten zu empfehlen, von der auch unten stehende Cartoons sind. Einfach drauf klicken und schon ist man bei nichtlustig.de. Aber Vorsicht, wenn man erstmal angefangen dort zu stöbern kann man nur schwer wieder aufhören.

Arbeitslosenversicherung soll drastisch erhöht werden

[...] Wegen des Rekordhaushaltsdefizits wird in der Koalition über höhere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung nachgedacht. Ohne einen solchen Schritt werde die Bundesregierung auf Jahre hinaus Milliarden Euro an die Bundesagentur für Arbeit (BA) überweisen müssen, meldet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Fraktionskreise.

Bereits in den Koalitionsverhandlungen hätten Union und FDP deshalb über konkrete Zahlen für eine höhere Arbeitslosenversicherung diskutiert. Demnach könnte der BA-Beitragssatz ab 2011 auf 4,5 von derzeit 2,8 Prozent erhöht werden. [MoPo]

Das Schäuble nicht zaubern kann dürfte allen klar sein. Das er sich jedoch strikt weigert VOR der NRW-Wahl zu sagen wie ab 2011 gespart werden soll, grenzt schon an eine bodenlose Unverschämtheit dem mündigen Wähler und Steuerzahler gegenüber. Zum Glück sickert doch ab und zu etwas aus dem Kanzleramt an die Öffentlichkeit. So wie mit der Erhöhung der Arbeitslosenversicherung.

Was ich mich jedoch frage, wieso kann man nicht so ehrlich sein und vor/während/nach der Bundestagswahl sagen, der Staat müsse sparen. Stattdessen verspricht man wie früher zu besten finanziellen Zeiten Steuersenkungen obwohl jeder weiß, das wir uns das eigentlich nicht leisten können. Jetzt kommen also nächstes Jahr die Steuererleichterungen (hauptsächlich für Erben und Hotelbesitzer) und ein Jahr später können wir das alles wieder selbst bezahlen. Welch ein Irrsinn!

Schweinegrippe: Impfstoff bleibt in Massen übrig

[...] In Berlin bleiben möglicherweise große Mengen des Schweinegrippe-Impfstoffs ungenutzt. Bislang hat die Stadt 550.000 Impfdosen erhalten. Berliner Ärzte haben aber erst die Hälfte davon angefordert. Bis zum Frühjahr hat das Land außerdem noch einmal knapp eineinhalb Millionen Dosen Impfstoff bestellt.
Nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung wollen sich weniger Berliner impfen lassen als erwartet. Die Behörden waren bei der Bestellung des Serums im Sommer zudem noch davon ausgegangen, dass für die Immunisierung zwei Impfungen nötig seien. In der Regel reicht jedoch eine Spritze. [rbb online]

Und nun? Der Impfstoff ist gekauft bzw. verbindlich bestellt und kostet dem Steuerzahler allein in Berlin Millionen. Und die Pharmakonzerne freuen sich. Soviel Gewinn haben sie mit einer alljährlich wiederkehrenden Grippe noch nie gemacht. Mal sehen was sie sich für nächstes Jahr einfallen lassen, schließlich muss ja der Gewinn dann wieder steigen damit die Aktienkurse nach oben gehen. Was für ein perverses System.

Weihnachten kann kommen

Die Geschenke sind gekauft und (fast alle) eingepackt. Der Weihnachtsbaum wurde gestern in Nachbars Garten geschlagen und dann schnell in unserer Stube aufgestellt und mit neuer Lichterkette und neuen Kugeln geschmückt. Weihnachtsmusik läuft im Radio hoch und runter. Die Plätzchen sind schon seit Wochen fertig. Schnee ist da und bleibt wahrscheinlich sogar bis zum Wochenende liegen. Die restlichen Weihnachtskarten (ganz klassisch dieses Jahr und nicht per Mail) sind heute raus. Die Einladungen und Planungen zu den Feiertagen sind auch abgeschlossen. Die Ente ist gekauft.

Weihnachten kann kommen!

Durch Bahnverspätung Geld gefunden!

Alle Jahre wieder! So könnte man meinen, denn mit jeder ersten Schneeflocke ist die Bahn doch sehr überrascht vom Wetter. Das durfte ich am Freitag zum Feierabend wieder einmal erleben.

Da machte ich extra eine Stunde früher Feierabend um früher zu Hause sein zu können und komme am Bahnhof Südkreuz an um dann zu lesen, dass meine Regionalbahn Richtung Wittenberg 60 Minuten Verspätung hat. Ich suchte erstmal einen Geldautomaten auf, damit ich mich irgendwo ins Warme setzen kann, denn wer den Bahnhof Südkreuz kennt weiß wie kalt und zugig er nicht nur im Winter (dann aber im Besonderen) ist. Mit dem Frischgeld fahre ich die Rolltreppe hinunter und will noch kurz im Zeitungsladen vorbeischauen, als ich etwas buntes auf dem Boden sehe, mich sofort bücke und einer Frau, die gerade schnellen Schrittes an mir vorüber ziehen wollte, einen Packen Geldscheine vor der Nase wegschnappe!

Als ich noch einer kleinen Junge war hatte ich vor unserer Dorfkneipe mal 5 Mark gefunden, seitdem aber eher Geld verloren also gewonnen oder gar gefunden. So dachte ich im ersten Moment wo die versteckte Kamera sei, doch nichts und niemand regte sich oder kam auf mich zu. Schnell kaufte ich meine Zeitschrift und verliess wieder den Laden, immer mit der Angst im Nacken, dass sich gleich der eigentliche Besitzer des Geldes auf mich stürzen würde. Die Frau beglückwünschte mich übrigens ganz sportlich und ich konnte mir in meinem Überschwang nicht die Bemerkung verkneifen, dass es ihr Geld hätte sein können, wäre sie schneller gewesen. Na ja, wer den Schaden hat …

Nach einer halben Stunde Aufenthalt mit einem festlichen Mahl bei McDonalds (dem unbekannten Spender sei Dank!) fiel mir ein das ja noch der Zug Richtung Jüterbog fahren würde. Also rief ich meine Freundin an, dass sie mich doch bitte vom Bahnhof Ludwigsfelde abholen solle, da der Zug zwar eine halbe Stunde früher fährt aber nicht in Trebbin hält. Sie war einverstanden und ich ging zum Bahnsteig um dann dort festzustellen das auch dieser Zug inzwischen zehn Minuten Verspätung hatte. Wieder meine Freundin angerufen, sie meitne jedoch das sie nun schon unterwegs sei.

Der Zug nach Jüterbog fuhr dann letztendlich mit 15 Minuten Verspätung von Südkreuz los und hielt in Lichterfelde nochmals zehn Minuten um die schnelleren Züge vorbei zu lassen, so dass ich – vorausgesetzt beim Wittenberger Zug blieb es bei den 60 Minuten Verspätung – nicht früher zu Hause war als sonst. Dafür war ich aber etwas reicher!

Der Herr Teddy lernt wieder ein neues Wort – Heute: schedderig

Ja, und das hat er vom Ringelnitz, der ihm das an den Kopp geknallt hat.

[...] Minsch, wat sühst du schedderig ut! Wer aus den Sommerferien keine gesunde Gesichtsfarbe mitgebracht hat, muss sich fragen lassen, ob er sich überhaupt richtig erholt hat. Dabei drückt schedderig ganz allgemein ein negatives Empfinden aus, zumeist festgemacht am äußeren Erscheinungsbild, wie in: De Blomen seht al en beten schedderig ut.

Das zu schedderig gehörige Hauptwort lautet Schedder. Es bedeutet “Durchfall” und gehört zu schieten. Eine direkte Übersetzung müsste “schisserig” lauten. Das Besondere besteht in der Bedeutungserweiterung, die scheddern erfahren hat. Der ursprüngliche Kern “vom Durchfall besudelt” hat sich zunächst auf “schmutzig” erweitert, von da auf “minderwertig” und weiter auf das Unwohlsein bei Mensch und Tier.

Schließlich kann schedderig ganz allgemein für “unangenehm” stehen: Wat sünd dat för schedderige Tieden. Wie weit sich schedderig bereits von seiner Ausgangsbedeutung entfernt hat, zeigt der Satz: Wat hett he blots för schietige un schedderige Plünnen an. Hier zielt schedderig klar auf “abgetragen”, während schietig auf den schmutzigen Zustand abhebt.

Übrigens: Etwas Abseits in diesem Bedeutungsgefüge steht die Verwendung von schedderig im Zusammenhang mit “lachen”. Aber schließlich kann man auch im Hochdeutschen “schmutzig lachen”, so dass es auf Platt trefflich heißt: Lach man nich so schedderig as en ool Waschwief! [Reinhard Goltz]

Deutsche Mädchen werden immer fetter

Ich hatte ja diese Problematik schon mal anhand einer gewagten Theorie hier aufgeworfen, nun haben wir es Schwarz auf Weiß.

Nach einer neuen Studie der OECD sieht es relativ schlecht aus für Deutschlands Gesundheit. Hier einige Fakten aus dieser Studie, komplett kann sie hier eingesehen werden.

[...] Ungesunde Lebensweise ist in Deutschland in gleichem Maße verbreitet, wie in anderen Ländern. Allerdings geht die Entwicklung häufig in die falsche Richtung.

Bei der erwachsenen Bevölkerung liegt der Alkohol- und Tabakkonsum etwa im OECD-Schnitt. Deutschland gehört jedoch zu den wenigen Ländern, in denen der Anteil der rauchenden Frauen in den vergangen Jahren zugenommen hat.

Jugendlichen bewegen sich vergleichsweise wenig und essen nur selten Obst. Bei 15-jährigen Mädchen etwa liegt Deutschland mit einem Raucherinnenanteil von 22 Prozent nach Österreich und Tschechien an 3. Stelle in der OECD.

Bei den 15-Jährigen Mädchen hat sich der Anteil der Fettleibigen zwischen 2001 und 2006 verdoppelt und ist damit so schnell gestiegen wie in fast keinem anderen OECD-Land.

Die Gesamtausgaben für Medikamente liegen pro Kopf kaufkraftbereinigt um 17 Prozent über dem OECD-Schnitt. Die von den Krankenkassen finanzierten Kosten für Medikamente sind mit die höchsten in der OECD.

Die Bruttoeinkommen der selbständigen Allgemeinmediziner liegen nach Abzug der Praxiskosten in Deutschland beim 3,3-fachen des Durchschnittslohns. Das ist nach Großbritannien, Mexiko und den USA das höchste relative Einkommen in den 13 OECD-Ländern, für die diese Daten erhältlich sind. Selbstständige Fachärzte verdienen in Deutschland das 4,1-fache des Durchschnittslohns. Dieser Wert wird in acht OECD-Länder übertroffen. [...]

Mein traditionelles Weihnachtsessen

Auf ausdrücklichen Wunsch einer einzelnen Person und weil ich es gern in die Welt hinaus posaune – hier mein traditionelles Essen, wie es in unserer Familie seit Jahrzehnten zu Heiligabend genossen wird:

Normalerweise ist im Berliner Raum die Bockwurst mit Kartoffelsalat zu Heiligabend sehr verbreitet. Meine Oma, ein Flüchtling aus Schlesien, brachte jedoch eine wesentlich deftigere Variante mit. Ich vermute, dass es das typische Arme-Leute-Essen der schlesischen Weber und Waldbauern zur Weihnachtszeit gewesen ist, da sie sich schwerlich einen Gänsebraten hätten leisten können, auf ein deftiges Mahl jedoch nicht verzichten wollten.

Gemacht ist es schnell. Ein paar Knacker oder Brühpolnische kochen, dazu etwas Sauerkraut aufwärmen und dieses mit brauner Butter verfeinern. Wem die kräftige (und fette) Knacker nicht reicht, der kann auch noch etwas angebratenen Bauchspeck (in kleine Würfel geschnitten) ins Sauerkraut machen. Als Nachtisch leicht (!!!) gekühlten Kräuterlikör zur Verfügung stellen.

Zu den Begriffen:

Die Brühpolnische wird auch Rote, Prager, Rote Wurst oder einfach Bockwurst genannt. Für Brühpolnische braucht man grob entfettetes Schweine- und Rindfleisch, Schweinefleisch mit viel Fettgewebe und Speck. Häufig werden Pfeffer, Majoran, Knoblauchpulver, Muskatnuss und Senfkörner verwendet, aber auch Kümmel oder Paprika sind üblich.

Brühpolnische haben üblicherweise eine Größe von 20 cm. Markant für die Brühpolnische ist die rauchige Note, deshalb verbleibt sie etwa eine Stunde im warmen Räucherofen. Schlussendlich wird sie für 30 Minuten bei 75 Grad gebrüht und erhält somit ihr typisch rotes Aussehen.

Unter Knacker wird in Nord- und Ostdeutschland eine dünne, leicht geräucherte und getrocknete Rohwurst aus kräftig gewürztem Schweinemett verstanden. Sie wird kalt oder heiß, auch als Einlage von deftigen Eintöpfen verzehrt. Diese Knackwürste verlieren bei der Herstellung etwa zehn Prozent ihres Gewichts und sind mehrere Wochen haltbar.

Braune Butter ist schnell gemacht. Butter in der Pfanne zerlaufen und leicht anwärmen (Vorsicht: Nicht anbrennen lassen!), dann etwas Semmelbrösel/Semmelmehl/grobes Paniermehl dazutun und leicht anbräunen lassen. Die Brösel dürfen nicht zu hell, aber auch nicht verbrannt sein, sons versauen sie den ganzen Geschmack des Sauerkrauts.

Und was gibt es bei euch traditionell zum Weihnachtsvorabend?