Ja ja, ich weiß. Letztes Jahr noch hatte ich das Album “Intimacy” von Bloc Party total verrissen und nun stelle ich einen Song vom Album als Song der Woche rein. Na und! Ausnahmen bestätigen die Regel. Vielleicht sollte ich mir doch nochmal das Album in Ruhe anhören?
Archiv für den Monat Februar 2010
Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #47
Tatsächlich musste es für Franzl und Mo so aussehen als würde Wollhelm mit dem Igel kämpfen, was natürlich völlig absurd war. Trotzdem waren sie im ersten Moment so geschockt das sie einfach nur mit offenen Mündern da standen und sich fragten was los sei. Dann sprangen beide los.
Ohne sich abzusprechen wussten sie beide auch so was zu tun war. Franzl sprang den Igel von Hinten an und versuchte ihn an seiner einzig greifbaren Stelle zu erwischen – dem Bauch. Mo tänzelte vor der Nase des Igels umher und gab einige seiner Taekwondo-Hiebe zum Besten.
Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #46
“Apropo. Warum eigentlich nicht!” rief Wollhelm und zum Entsetzen und zur Überraschung des Igels stürzte sich der kleine Regenwurm – der für seine Art doch schon ziemlich groß geraten war – auf den Igel, schlängelte sich behende auf dessen Rücken, verlor dabei seine Wollmütze und … ja was tat er denn da?
War Wollhelm jetzt vollends übergeschnappt? Wollte er allen Ernstes allein gegen den Igel kämpfen? Aber womit denn nur? Er hatte doch keinerlei Waffen! Oder hatte er seine beiden Freunde Franzl und Mo kommen hören? Auch das war eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht ganz unmöglich.
Aber egal wie das nun wieder ausgehen würde – Wollhelm war bereits jetzt schon der tapferste Ritterswurm auf der ganzen Welt! Das könnt ihr gerne glauben!
Griechische Politiker fordern Reparationszahlungen von Deutschland
Tatsächlich. Ich dachte ich lese nicht richtig! Griechische Politiker der Opposition fordern lautstark und in unmissverständlichem Ton:
“Wie kann Deutschland die Frechheit besitzen, uns wegen unserer Finanzen zu denunzieren, wenn es noch immer keine Entschädigung für die griechischen Opfer des Zweiten Weltkriegs gezahlt hat?”.
Die Opposition fordert die Regierung daher auf Druck auf Deutschland auszuüben. Im Übrigen seien ja vor allem deutsche Banken und Politiker Schuld an der griechischen Finanzmisere. Also zu so viel Dreistigkeit fällt mir auch nicht mehr viel ein. Ich finde es nur traurig das einige Politiker auf dem Rücken der Kriegsopfer und deren Angehörigen den Haushalt sanieren möchten. Ich finde das pietätlos und makaber.
Wie heißt es doch so schön in der Werbung, nach dem der Grieche beim Kellner einen Ouzo bestellt: “Heh, für meine guten Freunde!”.
Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #45
Wollhelm saß da, schaute sich den Igel genauer an und überlegte was er nun machen sollte. Sich von ihm fressen lassen? Nein, auf gar keinen Fall! So schnell er konnte sich wegschlängeln? Nein, keine Chance gegen den Igel. Wenn nur Franzl und Mo hier wären, dann könnte man gemeinsam gegen den Igel … aber sie waren nunmal nicht da und er musste sehen wie er das Abenteuer allein überstand.
“Und deshalb bist du so aggressiv geworden und hast meinen Freund Mo aus seinem Zuhause gejagt?”
“Was sollte ich denn machen? Ich wollte allein sein, meine Ruhe haben. Und dieser einsame Hasenbau hier schien mir ideal dafür zu sein.”
“Ideal wofür? Um hier zu sitzen, vor sich hin zu stinken und zu jammern statt etwas zu tun?”
“Vorsicht, Wurm!”, mahnte der Igel. “Du solltest deinen Mund nicht zu voll nehmen!”
Song der Woche: Rammstein – Benzin (2005)
Ich habe dieses Song extra für Opa Gurke raus gesucht. Er passt einfach wie die Faust auf’s Auge. Hier Opa, geniess es:
Wer hat die Wurst erfunden?
Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #44
“Natürlich nicht! Doch du musst bedenken … also … ich meine.” Der Igel stöhnte nochmals laut. Es hatte den Anschein als hätte er seit langem nicht mehr mit jemanden gesprochen und das würde ihm jetzt schwer fallen.
“Früher hatte ich auch Freunde musst du wissen. Jedoch, bereits kurze Zeit nachdem mir dieser Apfel auf den Rücken gefallen war, wollten sie nichts mehr mit mir zu tun haben.”
“Warum denn nicht?”
“Na weil der Apfel begann zu verfaulen und zu stinken. Und das hält ja keiner auf Dauer aus.”
“Und warum hat dir keiner deiner Freunde geholfen den Apfel los zu werden?”
“Haben sie doch! Aber der steckt in meinen Stacheln so fest das es keiner geschafft hat ihn dort zu entfernen. Und irgendwann haben sie es aufgegeben. Und auch mich.” Den letzten Satz flüsterte er fast.
Move your Money!
Während die mit Steuergeldern geretteten US-Finanzriesen ihren Top-Mitarbeitern Millionen-Boni zahlen, entsteht eine Gegenbewegung. Protestler rufen dazu auf, zu kleinen unabhängigen Banken zu wechseln. Ein Appell an die Zivilcourage und den Kampfgeist der Amerikaner.
So lautet die Überschrift zu einem Artikel auf Tagesschau.de, welche nun endlich nach vier Wochen darüber berichten, was schon längst in den großen Zeitungen stand bzw übers Internet verbreitet wurde. Ich möchte das trotzdem gerne nochmal aufgreifen weil ich die Idee sehr gut finde.
Sicherlich werden einige jetzt gleich wieder einwerfen, es bringe ja doch nichts wenn man sein Girokonto von einer Großbank zur Sparkasse oder Genossenschaftsbank verlegt. Da bin ich mir aber nicht so sicher. Veränderung fängt im Kleinen und an der Basis an, das hat die Ökobewegung der 70er/80er Jahre gezeigt. Erst belächelt und verspottet gehört sie jetzt zum Alltag. Warum sollte das nicht mit einer “vernünftigen Finanzwirtschaft” möglich sein? Nach der hausgemachten Finanzkrise und vor allem den Folgen – sprich: das der gemeine Steuerzahler und nachfolgende Generationen die Zeche bezahlen dürfen – dürfte doch auch dem letzten *** klargeworden sein, dass dieses System geändert werden muss. Weg vom menschenverachtenden Finanzkapitalismus hin zu dem was man früher einmal Soziale Marktwirtschaft nannte oder noch besser gleich ein komplett neues System, welches nicht darauf beruht, dass einige wenige die anderen Menschen und die natürlichen Ressourcen ausbeuten.
Wer sich weiter über die Aktion “Move your Money!” informieren möchte kann dies auf dem Blog Nationale Schulden oder direkt auf der Seite der Aktion.
Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #43
“Was für Probleme hast du denn?”, fragte Wollhelm den Igel. Dieser stöhnte laut und sah den kleinen Wurm neugierig an.
“Jeden anderen hätte ich schon verspeist, aber du bist irgendwie nicht so gewöhnlich. Darum werde ich dir kurz erzählen was mir passiert ist.”
“Ausgezeichnet!” murmelte Wollhelm und schob seine Mütze wieder zurecht.
“Eigentlich ist es auch nichts Spannendes und auch nichts Dramatisches. Und es ist schnell erzählt. Ich war hier ganz in der Nähe in einem Obstgarten unterwegs und dabei muss mir ein Apfel auf den Rücken gefallen sein und seitdem steckt er dort fest.”
“Aber das ist doch kein Grund andere aus ihrem Bau zu vertreiben!”

