Song der Woche: James Last – Biscaya (1981)

Mein Song der Woche für alle Fischköppe, Nordlichter und Klippenkotzer! Vor allem für Herrn Ringelnitz.

Die Biscaya ist zwar nicht Nord- oder Ostsee, passt aber trotzdem. Vor allem kenne ich diesen Song seit fast 30 Jahren und ich kann ihn immer noch sehr gerne hören. Für mich ist James Last – neben Bert Kämpfert – einer der ganz großen dieses Musikstils, auch international.

[...] James Last (* 17. April 1929 in Bremen; mit bürgerlichem Namen Hans Last) ist ein deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent. Er prägte mit seinem vierzigköpfigen Orchester den Happy Sound, mit dem er ab 1965 für rund zwei Jahrzehnte einen so großen Erfolg hatte, dass er zeitweise für über 30 % der Schallplattenverkäufe von Polydor Deutschland sorgte. Aufgrund der teuren Produktionen ist es danach für ihn zunehmend schwieriger geworden, ein neues Album herauszubringen. Last geht mit seiner Band aber immer noch regelmäßig auf Tournee.

Die Titelnummer des Albums Biscaya gehört zu den größten Erfolgen Lasts. Es handelt sich um das erste Akkordeon-Album und um das erste, welches mehrheitlich in Florida aufgenommen wurde. Außerdem kamen verstärkt elektronische Klangeffekte vor, obwohl Last früher immer auf seine handgemachte Musik hingewiesen hatte. Last hielt es aber für wichtiger, seine Musik weiter zu entwickeln.

Biscaya ist untrennbar mit Jo Ment verbunden, der Last bereits aus der gemeinsamen Zeit beim NDR kannte. Er spielte ursprünglich Saxophon im James Last Orchester, aber nicht allzu lang, da er bei Teldec selber Schallplatten im ähnlichen Stil aufnahm und Last unter diesen Umständen ungeachtet der Freundschaft nicht auch noch die neusten Tricks verraten wollte. Erst 1980 kam er zurück, diesmal mit dem Bandoneon, welches er außerordentlich spielen konnte. Nachdem Ment 2002 starb, ist Biscaya von Last nie wieder live gespielt worden. [Wikipedia]

Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #60

[Wie alles begann]

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Doch nun war es zu spät um zu bereuen, das er Fridolin in Stich gelassen hatte. Im nächsten Augenblick würde Wollhelm tot sein. Verschluckt und gefressen von einem riesigen Fisch, in dessen Maul er bereits sehr weit hinein schauen konnte, denn der Fisch – ein Karpfen wahrscheinlich – war nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt.

Doch plötzlich schwappte eine weitaus größere Welle als die des Fisches vor ihnen hoch und nahm Wollhelm jegliche Sicht. Nur schemenhaft konnte er ein riesiges behaartes Tier erkennen, welches kurz auftauchte, sich den Fisch schnappte und wieder untertauchte. Was für ein Seeungeheuer war denn das gewesen? Und in was für ein Abenteuer war Wollhelm nun wieder hinein geraten? Wie Jonas wäre er fast von einem riesigen Fisch verschluckt worden, war jedoch von einem noch größeren Seeungeheuer gerettet worden!?

So schnell er konnte schwamm er ans Ufer, wo bereits Mo und die anderen beiden auf ihn warteten.

“Mei, wos worn dös?”, fragte Franzl, der noch immer ein nasses Fell vom Baden mit Kei-juss hatte. Dieser sah jetzt wesentlich freundlicher und sauberer aus und roch auch nicht mehr so stark.

“Habt ihr das gesehen?”, rief Wollhelm, der immer noch völlig aufgeregt war. “Erst wollte mich ein Fisch verschlingen und dann kam dieses Seeungeheuer und hat sich den Fisch geschnappt. Konntet ihr erkennen was es war?” Kopfschütteln.

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Skelett auf dem Dachboden

[...] Ein kleines Missgeschick führte vor wenigen Tagen zu einer männlichen Leiche, die jahrzehntelang unentdeckt in Haus 14 des Krankenhausgeländes auf dem Görden verborgen war.

Dachdecker aus Zweenfurth arbeiteten am vergangenen Donnerstag unter dem Dach des Krankengebäudes, das zum Asklepios-Fachklinikum gehört. Ein Arbeiter brach beim Abnehmen der Ziegel ein und stieß in dem frei gelegten Hohlraum unter einer Gaube auf ein Skelett.

Daneben lagen verwitterte Kleidungsstücke, wie Klinikum-Sprecherin Edda Gehrmann gestern berichtete. Vermutlich handelt es sich um die sterblichen Überbleibsel eines sowjetischen Soldaten, der aus unbekanntem Grund seit Anfang der 50er-Jahre an der fraglichen Stelle lag.

Neben dem Skelett wurde eine Zeitung aus dem Jahr 1952 gefunden, wie die Polizei gestern auf Nachfrage bestätigte. Außerdem fanden sich nach Auskunft der Klinikleitung ein Tagebuch mit russischen Aufzeichnungen aus den Jahren 1952 und 1953 sowie der Stoffrest einer Uniform der damaligen sowjetischen Armee.

Wer der Tote ist, weiß zurzeit niemand. Die Polizei hofft, dass Gegenstände mit einer Aufschrift in einer baltischen Sprache dazu beitragen können, die Identität des Toten aufzuklären.

Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Potsdam wurde das Skelett in die Gerichtsmedizin nach Potsdam gebracht. Wie die Polizei gestern auf Nachfrage berichtete, schließen die Experten aus, dass der Mann durch Gewalteinwirkung ums Leben gekommen ist. Ob er eines natürlichen Todes gestorben ist, stand bis gestern noch nicht mit letzter Sicherheit fest.

Der Tote in dem Dachstuhl gibt auch dem Asklepios-Fachklinikum Rätsel auf. Niemand weiß, wer der Mann ist, woher er kommt, warum er an dem Ort war und wie er dort zu Tode gekommen ist. Die Besatzer nutzten die frühere Landesklinik als Lazarett, 1954 gaben die Sowjets Haus 14 und andere Gebäude zurück. Das Haus 14 wurde zuletzt als Heim genutzt, steht aber seit mehreren Jahren leer. Es wird derzeit zu einem Krankenhaus für die Akutpsychiatrie umgebaut. (Von Jürgen Lauterbach) [Märkische Allgemeine]

Wow, was für eine Geschichte wohl dahinter steckt? Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben.

Boten des Frühlings

“Jeder kommende Frühling, der die Sprößlinge der Pflanzen aus dem Schoße der Erde treibt, gibt mir Erläuterung über das bange Rätsel des Todes und widerlegt meine ängstliche Besorgnis eines ewigen Schlafs.” – Friedrich Schiller, Philosophische Briefe: Theosophie des Julius, Die Welt und das denkende Wesen

Ein schreckliches Massaker am Vorabend

… muss es am Park an der ehemaligen Grenze zwischen Treptow und Kreuzberg gegeben haben, denn als ich heute Morgen den knapp einen Kilometer langen Fußmarsch zur Arbeit zurücklegte, zählte ich doch tatsächlich nicht weniger als zwanzig Regenwürmer, die dort tot auf dem Gehweg lagen. Einer befand sich sogar noch im Todeskampf!

Wie ich vermute – und darauf deuten alle Indizien hin – wurden gestern am Nachmittag bzw. Vorabend der Rasen oder die Wiesen des besagten Parks grob mit Harken oder Eggen bearbeitet, ja vielelicht sogar Vertikutierer benutzt, mit der Folge das die Regenwürmer, die mit der angebrochenen Frühlingssonnenwärme langsam wieder nach oben kommen, von diesen Werkzeugen erfasst und sehr wahrscheinlich getötet wurden. Ein Massaker!

Was ist das nur für eine Welt!?

Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #59

[Wie alles begann]

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Was nun? Erstarren und sich tot stellen? Eine Möglichkeit, aber damit würde er sich selbst zur Untätigkeit verurteilen. Was würde ein Ritter in einem solchen Abenteuer tun? Kämpfen. Wollhelm und kämpfen? Gegen einen Fisch, der zwanzigmal so groß war wie er selbst? Aussichtslos. Das hieße ja sich ins offene Messer stürzen. Aber was dann?

Das einzige was er tun konnte war schwimmen, schwimmen und um sein Leben schwimmen. Das Ufer war doch nur etwa fünf Meter weg! na gut, für einen kleinen Regenwurm waren fünf Meter wie fünfhundert Meter, aber eine andere Chance hatte er nicht. Also los!

Den ersten Teil der Strecke kam er auch ganz gut vorwärts und der Fisch war nicht zu sehen, doch plötzlich – praktisch wie aus dem Nichts – tauchte rechts von Wollhelm erst eine Welle, dann ein weit geöffnetes Maul mit kleinen spitzen Zähnen auf. Wollhelm war verloren!

Sein letzter Gedanke galt Fridolin, der auf Wollhelm’s Insel sehr wahrscheinlich mit einem leckeren Essen auf die Rückkehr seines besten und einzigen Freundes wartete. Ach, wäre er doch nur zu Hause geblieben.

[Nächstes Kapitel]

Song der Woche: Lene Lovich – Bird Song (1979)

[...] Mit 13 Jahren kam Lene Lovich nach Großbritannien und lebte in Hull. 1968 zog sie nach London um. Sie arbeitete am Abschluss an der Kunsthochschule, als sie sich ins Showbusiness begab: Straßenmusikerin, Gogo-Tänzerin, Schauspielerin. Sie sang für die The Diversions und Cerrone und traf im November 1977 den einflussreichen BBC-DJ Charlie Gillett. Der sponserte ihre erste Schallplattenaufnahme, I Think We’re Alone Now, und überließ das fertige Musikstück Stiff Records. Damit nahm Lenes Karriere ihren Lauf. Nach I Think We’re Alone Now veröffentlichte Stiff Anfang 1979 die Single Lucky Number, und Lene hatte einen Hit auf Platz 3 der britischen Charts.

Diverse Singlehits folgten. Lene sollte in dem Film Breaking Glass die Rolle spielen, die Hazel O’Connor letztlich zu Ruhm verhalf; ihre Plattenfirma bestand aber darauf, dass sie – statt zu filmen – auf einer Welttournee ihre Platten promotete. Ihre Hitparadenplatzierungen schienen dem Management recht zu geben. Doch Lene war das alles zu viel, und sie nahm eine Auszeit von 18 Monaten. Tom Verlaine gelang es dann, sie wieder für die Musik zu begeistern; sie sang auf seinem Album Words from the Front.

1980 spielte Lene an der Seite von Hermann Brood und Nina Hagen in dem legendären Film Cha-Cha mit. In dieser Zeit entstand auch einer Ihrer bekanntesten Songs Home. Zum Leidwesen vieler Fans wurde Home jedoch nie als Single veröffentlicht.

Bekannt ist auch Lenes Engagement für die Rechte der Tiere. Gemeinsam mit Nina Hagen schrieb und sang sie gegen Tierversuche 1986 den Song Don’t Kill the Animals, der als Single veröffentlicht wurde. Der Song wurde 1987 auch mit Titeln von The Smiths, U2 und anderen auf einem Benefiz-Sampler zugunsten von PETA veröffentlicht.

1989, nach einer mehrjährigen Auszeit, nahm sie das Album March auf. Die Pause kam aufgrund ihres Rückzugs in die Familie zustande. Das Album war mäßig erfolgreich und wurde, zur allgemeinen Verwunderung, erst ein Jahr nach der ersten Vorab-Single Wonderland veröffentlicht, welche in amerikanischen Clubs zu einem Dancehit avancierte.

2005 kündigte sich ein musikalisches Comeback an. Lovich sang auf der CD Take Me to Your Leader von Hawkwind mit und begleitete diese auf einer anschließenden Tour.

Lovichs erstes Album seit March, Shadows and Dust, wurde am 13. September 2005 auf Mike Thorne’s Stereo Society Label veröffentlicht. Auf dem Drop Dead Festival 2006 trat sie erstmals seit Jahren wieder mit ihrer kompletten Band auf.

Zum Herbst 2007 wurde ihre erste Live-DVD veröffentlicht, Lene Lovich: Live from New York, auf der ein Konzert im berühmten Studio 54 im Jahre 1981 zu sehen ist.

Lene Lovich blieb im Laufe ihrer künstlerischen Karriere ihrem Stil treu. Bis heute arbeitet sie mit Les Chapell zusammen. [Wikipedia]

Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #58

[Wie alles begann]

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Behutsam senkte Mo seine Pfoten, auf denen immer noch der völlig vertrocknete Wollhelm lag, ins Wasser, so dass sich der kleine Körper des Regenwurms wieder mit Feuchtigkeit vollsaugen konnte. War das ein Labsal für Wollhelm! Er spürte wie der Lebenswille langsam wieder zurückkehrte. Nach einigen Minuten des Erholens wurde Wollhelm mutiger und glitt von Mo’s Pfoten, der seine Mütze zurück behielt.

Wollhelm schwamm etwas ins tiefere Wasser, er schlängelte hierhin und dorthin, freute sich über Franzl und Kei-juss die mittlerweile wie kleine Kinder spielten und er freute sich über das klare, angenehm temperierte Wasser. Unter sich konnte er grüne Pflanzen und hellen Sand sehen und kleinere Tiere wie Wasserschnecken und Wasserspinnen und … was war das gewesen?

Ein großer Schatten war dort unten entlang gehuscht und Wollhelm musste nicht lange überlegen um zu wissen das es nur ein Fisch gewesen sein konnte. Ein Fisch! Wollhelm bereute seine Unachtsamkeit, das er so weit hinaus geschwommen war. Denn was fraß ein Fisch am liebsten? Genau! Würmer!

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