Arbeit ist …

… altmodisch.

Eine neue Redewendung von mir, der Jugend in den Mund gelegt, angesichts derer Äußerungen auf die Frage was sie später mal werden wollen: Hartzen gehen, Pop- und/oder Pornostar und/oder Mutti. Kein Quatsch, solche Äußerungen habe ich wirklich schon gehört!

Song der Woche: Soundgarden – Black Hole Sun (1994)

Bereits letzte Woche hatte ich einen Grunge-Song und diese Woche ist es wieder einer. War aber auch eine Klasse Musik, nächste Woche dann vielleicht Kyuss oder Nirvana…

[...] Das Album Superunknown wurde von Michael Beinhorn produziert, der sich bei der Produktion stark einbrachte. Die Folge davon war, dass die Live-Umsetzung der Stücke sich als schwierig gestaltete, weil das Album überproduziert wurde. Dies wurde als einer der Gründe für die vielen abgesagten Auftritte der Band angegeben. Ironie der Geschichte ist, dass die Band mit dem Album Superunknown, was übersetzt Superunbekannt bedeutet, einen großen Erfolg hatte. Als erfolgreichster Hit stellte sich der Song Black Hole Sun heraus, dessen Titel auf ein Missverständnis bei den Aufnahmen im Studio zurückgeht. Für das Musikvideo zu Black Hole Sun gewannen Soundgarden 1994 einen MTV Video Music Award für Bestes Video. [Wikipedia]

Post will Servicenetz ausbauen – nach massivem Abbau

[...] Die Deutsche Post will ihr Serviceangebot in Deutschland weiter ausbauen. Noch in diesem Jahr sollen zu den 17.000 bestehenden Verkaufsstellen 4000 neue hinzukommen. Das kündigte der für das Brief- und Paketgeschäft sowie die Filialen verantwortliche Konzernvorstand Jürgen Gerdes in Berlin an.

Das Netz der 108.000 Briefkästen solle um 2000 zusätzliche Kästen erweitert werden. Zudem werde die Zahl der 2500 Packstationen um 150 steigen. In den kommenden Wochen will das Bonner Unternehmen Gerdes zufolge bundesweit auf potenzielle Partner im Einzelhandel zugehen, um in Geschäften aller Art 4000 zusätzliche Verkaufsstellen für Brief-, Paket- und Einschreibmarken einzurichten. Das sind die am häufigsten verlangten Privatkundenprodukte. Diese Zusammenarbeit mit Einzelhändlern habe sich in den vergangenen Jahren wegen der Nähe zu den Verbrauchern und den handelsüblichen Öffnungszeiten hervorragend bewährt. Auch die Standorte der Briefkästen und der Packstationen werden sich an regionalen Nachfrageschwerpunkten orientieren. [Tagesschau.de]

Kapitalismus pur kann ich da nur sagen. Nachdem in den letzten Jahren/Jahrzehnten die Postfilialen und Briefkästen massiv abgebaut und zahlreiche Mitarbeiter entlassen wurden, wird jetzt wieder aufgestockt und das Ganze als Fortschritt verkauft. Hier ein paar Zahlen zum Vergleich:

[...] Von 1983 bis einschließlich 1995 wurden insgesamt 12 878 Postfilialen geschlossen. Im Gegenzug wurden seit 1993 insgesamt 2 988 fremdbetriebene Postagenturen eingerichtet. [Deutscher Bundestag] Das ist nur der Stand bis 1995, also 15 Jahre her und leider habe ich noch keine weiteren Zahlen gefunden die diesen Zeitraum abdecken, aber mit Sicherheit wurde weiter abgebaut.

Des weiteren wurden zahlreiche Mitarbeiter entlassen bzw in den Vorruhestand versetzt und – wenn überhaupt – durch “preiswerte” Kräfte ersetzt, die nicht unbedingt zum Fachpersonal zu zählen sind. Oder wie im Falle McPaper wurden Bereiche komplett ausgelagert und damit auch die Kostenfaktoren für die Deutsche Post.

Mittlerweile scheint man jedoch bemerkt zu haben dass ungeschultes Personal, schlechte Zustellung und der miserable Service an sich, dem Ruf des Unternehmens mehr geschadet als dem Geldbeutel genutzt haben und versucht durch diese Service-Offensive zu retten was zu retten ist, bevor das Monopol komplett fällt und endlich die Konkurrenz richtig zum Zuge kommen kann.

Hurra, Hurra die Pest ist da …

… äh … die Post meine ich natürlich. War gestern Tag des unzurechnungsfähigen Postbeamten? Sind die überhaupt noch Beamte? Ich glaube eher, das mittlerweile jeder Idiot bei der Post angestellt wird, Hauptsache er ist billig.

Schattenzwerg hatte jedenfalls gestern diesen Schnappschuss eines trinkenden Postlers gemacht – egal ob im oder nach dem Dienst, er hat die Uniform an und macht definitiv schlechte Werbung für seinen Arbeitgeber – ja, und mich erwischte es Gestern mit einem aggressiven Zusteller, der ein Päkchen von Buch.de liefern wollte und es kurzerhand in den Schlitz meines Briefkasten steckte.

Normale Menschen unterlassen weitere aggressive Handlungen, wenn sie merken, das dieses Päkchen NICHT durch den Schlitz passt, mein Zusteller aber nicht. Nicht doch! Es wird gestopft und gedrückt bis nichts mehr geht.

Als ich dann am Nachmittag das Päkchen aus dem Briefkasten holen wollte ging es weder vorwärts noch rückwärts damit. Einzige Möglichkeit war das brutale Entfernen des Einwurfschlitzes aus dem Mauerwerk.

Wer ist die älteste Mutter der Welt?

Rosanna Dell Corte aus Italien. Im Alter von 63 Jahren brachte sie ihren Sohn Ricardo zur Welt. Der umstrittene Reproduktions-Mediziner Severino Antinori hatte ihr die befruchtete Eizelle einer anderen Frau eingesetzt. Die älteste Zwillingsmutter der Welt ist die 57-jährige Lynn Bezant aus Großbritannien.

Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #62

[Wie alles begann]

[Vorheriges Kapitel]

“Bevor wir das Abenteuer mit dir erlebten, waren Franzl und ich auf dem Weg zu seinen Eltern”, sagte Wollhelm.

“Gut. Dann komme ich dorthin mit. Wo soll ich auch sonst hin”, antwortete Kei-juss. “Wo ist eigentlich dieser Mo?”

“Hier!”, ertönte es hinter ihnen. Der Hase trat aus einem niedrigen Gebüsch. Was hatte er denn dort gemacht? Mo schien diese Frage auf den Gesichtern seiner Gefährten lesen zu können, denn er sagte “War austreten!” und stellte sich neben sie. “Wegen mir können wir los!”

“Kommst du etwa mit zu Franzl’s Eltern?”

“Warum denn nicht?”

“Nun ja, ich glaube die sind im Gegensatz zu Franzl keine Vegetarier. Und du als Hase…ich meine…”

“Verstehe, aber dann könnte ich auch die Frage stellen warum ihr dorthin wollt. Füchse essen Igel und Regenwürmer ebenfalls sehr gern.”

“Stimmt. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht”, sagte Wollhelm und Kei-juss brummte ein “Ich auch nicht”.

“Ihr könnts doch irgendwo in da Nähe bloiben, währends i kurz mei Eltern b’such.”

“Gute Idee, Franzl. Und bis dahin oder spätestens dort werden wir schon ein nächstes Ziel gefunden haben. Also auf!”

[Ende]

Wollhelm, der tapfere Ritterswurm #61

[Wie alles begann]

[Vorheriges Kapitel]

Langsam beruhigte sich Wollhelm wieder. Auch das Seeungeheuer – so fern es wirklich eines war – war und blieb verschwunden. Wahrscheinlich lag es jetzt am Grund des Teiches und verspeiste seine Beute, den großen Raubfisch. “So ist das in der Natur”, sinnierte Wollhelm. “Da wird innerhalb kürzester Zeit der Jäger selbst zum Gejagten und dient einem weiteren Tier als Nahrungsgrundlage. Und selbst das Seeungeheuer wird wahrscheinlich irgendwann einem Räuber zum Opfer fallen.” Und Wollhelm als kleiner, schutzloser Regenwurm befand sich in dieser Nahrungskette ganz weit unten, das wusste er.

“So, Wollhelm”, weckte ihn Franzl aus seinen Gedanken. “Gemma weiter?”

“Wohin denn eigentlich?”, fragte Kei-juss mit seiner sonoren Stimme. Es würde anscheinend noch ewig dauern bis er seinen Lebensmut wiederfand. Vielleicht würde das aber auch nie passieren, weil er vor seiner unfreiwilligen gesellschaftlichen Isolierung auch schon an Depression gelitten hatte!?

[Nächstes Kapitel]

Google erfasst sämtliche WLAN-Netze in Deutschland

[...] Der Internetkonzern Google sorgt für Entsetzen bei Deutschlands Datenschutzbeauftragten Peter Schaar. Nach Erkenntnissen Schaars erfasst der Konzern systematisch sämtliche WLAN-Netze in Deutschland. Ein Vertreter von Google habe eingeräumt, dass in Deutschland alle für den Internetdienst von “Google Street View” im Einsatz befindlichen Fahrzeuge mit technischen Geräten zur Kartografierung von WLAN-Netzen ausgerüstet seien, teilte Schaar mit.

Die Gründe für die Speicherung dieser Daten ist unklar: “Eine schriftliche Antwort auf Fragen über die genauen technischen Vorgänge und Hintergründe dieser Erfassung haben wir von Google nicht erhalten”, erklärte Schaars Behörde. Ebenso wenig sei die Besichtigung eines Google-Street-View-Fahrzeugs ermöglicht worden.

Damit erhärte sich der Verdacht, dass die Fahrten für das umstrittene Projekt “Google Street View” in den vergangenen Jahren nicht nur zur Aufnahme von Straßenansichten, sondern auch zur flächendeckenden Erhebung und Speicherung gerade auch der von privaten Haushalten betriebenen WLAN-Netze genutzt würden. “Nach gegenwärtigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass neben der örtlichen Erfassung, dem Verschlüsselungsstatus der Geräte, der weltweit eindeutigen MAC-Adresse auch der vom Betreiber vergebene Name (sogenannte SSID) gespeichert wurden”, heißt es in der Erklärung.

“Ich bin entsetzt, zu welchen Zwecken diese Fahrten ohne Wissen Dritter genutzt worden sind. Ich fordere Google auf, die bisher rechtswidrig erhobenen personenbezogenen Daten über die WLAN-Netze umgehend zu löschen und die Fahrten für Street View zu stoppen”, so Schaar. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz, Johannes Caspar, appellierte an Google, alle technischen Instrumente zur Verzeichnung von drahtlosen Netzwerken sofort auszubauen: “Das Vorgehen von Google ist nicht akzeptabel.”

Google wäre nicht der erste Konzern, der systematisch Funknetzwerke kartografiert und speichert: Die Daten von WLAN-Netzen werden schon seit Jahren benutzt, um vor allem in Großstädten zusammen mit Mobilfunkmasten und Satelliten die Position von internetfähigen Mobiltelefonen besser zu bestimmen. Das kann für Nutzer elektronischer Landkarten hilfreich sein, bei denen der Empfang von GPS-Satelliten wegen Gebäuden nicht so gut ist, wie auf dem Land.

So hat die Bostoner Firma Skyhook Wireless nach eigenen Angaben über 100 Millionen WLAN-Netze in Nordamerika, Europa, Asien und Australien gespeichert, um genauere Positionsbestimmungen zu ermöglichen. Die Daten werden wie bei Google mit Autos gesammelt. Diese Praxis sei in der Branche normal, teilt das Unternehmen auf seiner Website mit. [Tagesschau.de]