[Ich versuche es erneut. Nach dem großen Erfolg von Wollhelm - gäähn - beginne ich nun eine weitere Fortsetzungsgeschichte, von der ich nicht weiß wann und wie ich sie beenden werde.]
Kapitel 1 – Das Messer am Brunnen
Etwas Kaltes, Feuchtes umklammerte seine Füße und versuchte ihn abwärts zu ziehen. Hinab in die Dunkelheit und Kälte des Nichts. Plötzlich bemerkte er einen wärmenden, fast stechend heißen Sonnenstrahl auf seiner linken Wange und als er blinzelte schien ihm die brennende Scheibe grell ins Gesicht. Geblendet schloss er wieder die Augen, doch im selben Augenblick dachte er an riesige Monster mit langen Fangarmen, die versuchten ihn in die Dunkelheit zu ziehen.
Schnell sprang er auf und bemerkte, dass er im weichen Sand eines Strandes stand und das Monster das Meer war, welches seine Arme in Form von Wellen ausschickte und den Fremden an den Beinen umspülte. Die Sonne stand am klaren, blauen Himmel etwa zwei Stunden vor Mittag. Wie war er an diesen Strand gelangt? Wie lange hatte er schon hier gelegen? Er versuchte, sich der letzten Ereignisse zu entsinnen, doch so sehr er sich auch anstrengte, sein Gedächtnis schien so leer wie der Strand unter seinen Füßen zu sein. Selbst sein Name und seine Herkunft schienen in unerreichbare Ferne gerückt zu sein. Eine Melodie kam ihm plötzlich in den Sinn, und irgendwie kam sie ihm auch bekannt vor, aber auch hieran konnte er sich nicht erinnern.
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