Hurts – Happiness (2010)

Eine derjenigen Bands, welche aktuell extrem gehypt werden und das meiner Meinung nach völlig zu Unrecht, sind Hurts. Ihre Single “Wonderful Life” ist ja noch schöner Synthie-Pop und war für mich Grund genug, mir die Platte zu Gemüte zu ziehen. Umso größer war die Enttäuschung.

War noch bei anderen Kritikern von den “neuen Pet Shop Boys” und ähnlichen Vergleichen die Rede, kann ich nur sagen: ja, okay, die versuchen sich an den Pet Shop Boys, an Heaven 17 etc pp. – jedoch, sie scheitern. Die Songs sind überproduziert, sie sind glatt und damit ohne jegliche Kanten und Ecken und damit gibt es nichts woran man sich stoßen kann. Aber eben auch nichts woran man sich festhalten kann. Kein einziger Song ist interessant genug, um zu sagen, gut der Kauf der CD hat sich gelohnt oder gar: das Album höre ich jetzt öfter.

Dieses Album ist eine Hommage an den Synthie-Pop der 80er Jahre und gleichzeitig krankt es an den selben Fehlern wie selbiger ab Mitte der 80er: Selbstverliebtheit und Arroganz. Da kann ich mir auch die aktuelle Platte von Stanfour anhören oder gleich zur “HumanCrash”-Platte von Human League greifen. 1 Punkt.

[...] Hurts sind eine britische Synthie-Pop-Band aus Manchester, bestehend aus Theo Hutchcraft und Adam Anderson. Beide waren zuvor Mitglied in der Band Daggers.

Im Juli 2009 waren sie „Band of the Day” auf der Website der britischen Tageszeitung The Guardian. Zudem erreichten Sie den vierten Platz bei der renommierten „BBC Sound of 2010″ Abstimmung.

Anfang 2010 veröffentlichten sie ihre erste Single und spielten erste Liveshows.

Ihr Debütalbum heißt Happiness und erschien am 27. August 2010 in Deutschland. Auf ihrem Debüt orientieren sich Hutchcraft und Anderson stark am Sound der 1980er Jahre und ihren musikalischen Vorbildern Depeche Mode, Tears for Fears oder Frankie Goes to Hollywood. Die „Achtziger Jahre” und der prägende Sound der Dekade (Synthesizer, Drumcomputer, Maschinenbeats, etc.) sind der wichtigste Bezugspunkt für die Musik von Hurts. [Wikipedia]

Tracklist:

1. Silver Lining
2. Wonderful Life
3. Blood, Tears & Gold
4. Sunday
5. Stay
6. Illuminated
7. Evelyn
8. Better Than Love
9. Devotion
10. Unspoken
11. The Water

Song der Woche: A Fine Frenzy – Bird of the Summer (2009)

[...] Die in Los Angeles aufgewachsene Künstlerin machte erstmals im US-amerikanischem Fernsehen auf sich aufmerksam. Dort brachte sie mehrere Songs in verschiedenen Serien wie u. a. Dr. House und CSI:NY unter. Ein Rückschlag in ihrem Leben war, als sich ihre Eltern, die von Beruf Schauspiellehrer waren, scheiden ließen. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sie mit fünf Jahren schon eine Leidenschaft für die Musik von Elton John und Ella Fitzgerald und begann durch ihr Interesse an Literatur Bücher zu schreiben. Eine wichtige Fähigkeit, die A Fine Frenzy auch bei dem Schreiben von Songtexten nutzt. „Jeder Text hat seinen Rhythmus, ein spezielles Versmaß und andere Eigenschaften, die man wunderbar in Musik übersetzen kann”, erklärt die Sängerin. In der früheren Vergangenheit ließ sie sich weiterhin von britischen Bands wie Radiohead und Keane inspirieren. Schon früh begann sie dann auch ihre eigenen Texte zu schreiben, lernte selbstständig Klavier und komponierte ihre ersten eigenen Songs, damit sie den Schmerz der Trennung überwinden konnte. Als ein Manager des Musiklabels EMI von einem ihrer kurzen Demobänder überzeugt war, entschied er sich schließlich, A Fine Frenzy unter Vertrag zu nehmen. [Wikipedia]

Für mich ist sie eine der aktuell unterschätzesten Sängerinnen, neben Adele und Anna Ternheim. Ihr 2009 Album “Bomb in a Birdcage” kann ich nur empfehlen, da es sich vom gewöhnlichen Radio-Pop-Schmu positiv abhebt. Gerade für jetzige düstere Tage ist diese Musik Balsam für die Seele.

Schreiben für Idioten

„Es sollte mehr ernsthafte Bücher für Kinder geben. Es ist erniedrigend für ein Kind, wenn man so schreibt wie für einen Idioten. Ich glaube, man kann alles für Kinder schreiben, viel freier als für Erwachsene, denen man zu viele Lügen erzählen muss.” (Maurice Sendak, 1970)

TV-Programmtipps fürs Wochenende

Heute:

Die Öffentlich-Rechtlichen “glänzen” mal wieder durch Serienkost bzw seichte (resp. langweilige) Unterhaltung: Schwarzwaldhof (ARD), Kriminalist (ZDF), Tier-Pornos (sämtliche Dritte Programme). RTL versucht sich mit der Super-Mega-Geilen-Quizshow Alt gegen Jung (hoffentlich sterben die Alten nicht schon vor der Sendung weg!); RTL2 bringt Whoopi Goldbergs Sister Act (nein, das ist überhaupt nicht lustig und der Gesang geht beim zweiten Lied schon mächtig auf die Eier) zum gefühlten 20.000en Mal; die Krimi-Serien der anderen Privaten erwähne ich hier nicht, die schaut sowieso Niemand. Einziger Lichtblick sind Pro7 (Supermans Return – Achtung! 2006-Verfilmung) und Sat 1 mit Der Sternwanderer. Den hatte Sat1 zwar schon vor einem halben Jahr schon mal gezeigt, aber Robert de Niro als Transe ist super und Michelle Pfeiffer, die ich sonst ja nicht so mag, glänzt hier als eitle Hexe.

[...] Der junge Tristan ist unsterblich in die Dorfschönheit Victoria verliebt. Um sie zu beindrucken, verspricht er, ihr eine Sternschnuppe zu Füßen zu legen. Dazu bricht er in das durch eine Mauer getrennte magische Königreich Stormhold auf und findet dort tatsächlich den gefallenen Stern Yvaine.

Doch auch die Hexe Lamia will die Sternschnuppe, genauso wie zwei ehrgeizige Prinzen und ein mysteriöser Händler. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht vor den Verfolgern [TVInfo]

Tagestipp: rbb um 21 Uhr Die große Wanderung der Gnus (Ironie aus). Im Ernst: 3sat um 21.30 Uhr Abgemolken – wenn Milch nichts mehr Wert ist (siehe Kasten) und Was Darwin noch nicht wusste (arte um 21.45 Uhr).

[...] Mist bringt mehr Geld als Milch. Landwirt Werner Lechl rechnet es vor: Eine Tonne Mist, vergärt in seiner Bio-Gasanlage, bringt ihm 600 Euro, eine Tonne Milch dagegen rund 250 Euro. Und: Mist gibt es fast umsonst, während das Milchgeld nicht einmal mehr das Futter für seine Kühe trägt.

Deshalb gibt Bauer Lechl seine Kühe jetzt ab. – Film über die schwierige Lage von deutschen Milchbauern. [TVInfo]

Samstag:

Schwierig, schwierig. ARD versucht es mit Verstehen Sie Spaß? (nein, schon seit 20 Jahren nicht mehr bei dieser Sendung), ZDF und der Großteil der Dritten wollen uns mit Krimis das Fürchten lehren. Allerdings kann ich mich noch nicht so richtig zwischen MDR (Der große Abend der sächsischen Geheimnisse mit Uwe Hübner) und dem rbb (Ein Wochenende mit Gojko Mitic) entscheiden. Nein, das sind – glaube ich – keine Krimis. Ich denke, ich werde beide vermeiden einzuschalten.

Machen es die Privaten am Samstag Abend besser? Puh. Ich fürchte nicht. RTL setzt wie immer auf altbewährte Quotenrenner (Das Supertalent mit Didah), RTL2 hat wie immer einen Katastrophenfilm zum Abschalten (Der Polarsturm), auf Pro7 wird der Raab verprügelt (Schlag den Raab!) und auf Kabel ist ja schon seit Wochen der Bond, James Bond, unterwegs (In tödlicher Mission). Ach ja, und Vox bietet jetzt auch Lebenshilfe (Wenn die Seele Trauer trägt – Wege aus der Lebenskrise). Wenn ich Dank des Fernsehprogramms am Samstag Abend Depressionen bekomme, werde ich da mal rein schauen. Da wird mir bestimmt gehelft.

Tagestipp: 19.40 Uhr auf Tele5 Alf – Die Nacht in der die Pizza kam und dann KiKa ab 21 Uhr Sendeschluß (mit Bernd, das Brot).

Sonntag:

Die ÖR können wir schon mal komplett unter den Tisch fallen lassen – am Sonntag Abend ein Totalausfall! Die Privaten? RTL mit Transporter (geht so), Super-RTL mit Ganz oder gar nicht (arbeitslose Sheffielder die Tanzen – schon besser). RTL2 überrascht allerdings – Blow mit Johnny Depp. Das wäre auch mein Tagestipp.

[...] Der Amerikaner George Jung steigt innerhalb kurzer Zeit zum größten Kokaindealer der USA auf. Doch die Zahl seiner Feinde wächst rasant und auch die Drogenbehörde DEA ist ihm bald dicht auf den Fersen [TVInfo]

Übrigens: Ich hatte mich ja schonmal darüber ausgelassen, aber dieses Wochenende ist es wieder so, dass die guten Filme irgendwann nachts gezeigt werden. Zum Beispiel Wenn der Postmann zweimal klingelt (rbb Sa 23.50 Uhr), Die Verurteilten (ARD Sa 1.05 Uhr), Chicago (Pro7 Sa 1.40 Uhr), Flatliners (Kabel Sa 0.40 Uhr).

GEZ-Neuregelung ab 2013

[...] Die Rundfunkgebühr wird demnach ab 2013 von einer auf Fernseh- oder Radiogeräte bezogenen Abgabe in eine pauschale Abgabe pro Haushalt umgewandelt. Der neue Staatsvertrag werde nun den Länderparlamenten zur Anhörung vorgelegt und dann voraussichtlich am 15. Dezember unterzeichnet, sagte Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer auf der Ministerpräsidentenkonferenz. Für “unabdingbar” hielten die Regierungschefs, dass der Monatsbeitrag von 17,98 Euro stabil bleibe.

Nach massiver Kritik der Wirtschaft besserten die Länder laut Böhmer Regelungen für Unternehmen nach. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht. Zu Beginn der Konferenz hatte der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck gesagt, es werde eine “eine sehr verträgliche Lösung für die Wirtschaft” geben. Für private Haushalte werde es eine “sehr ausgewogene Belastungssituation” geben. [Tagesschau.de]

Einerseits finde ich es gut, das die Gebühr endlich reformiert werden soll, andererseits tauchen da sofort Fragen auf.

Zum Einen wird ein Geheimnis darum gemacht, wie man sich in Bezug auf die Wirtschaft geeinigt hat. Das lässt sofort Gerüchte entstehen und macht mal wieder keinen guten Eindruck der Politik.

Das Zweite: Grundsätzlich halte ich diese Gebühr für völlig falsch, denn es gibt nicht wenige die keinen Fernseher oder kein Radio haben. Warum soll man für etwas bezahlen, was man gar nicht nutzt. Eigentlich ist es keine Gebühr, sondern eine indirekte Steuer. Oder bezahlen die Leute die kein Auto haben trotzdem Kfz-Steuern?

Befürworter der GEZ: Euer Totschlagargument ist ja immer, dass die ÖR einen Bildungsauftrag haben und dafür durch die GEZ-Gebühr finanziert werden müssen. Schaut mal bitte das Programm der ÖR an und vergleicht es mit vor 20 Jahren. Offensichtlich wird dieser Bildungsauftrag nicht mehr allzu ernst genommen, denn zu besten Sendezeiten werden wir mit seichten Unterhaltungen wie Wetten daß..!?, Hengstparade der Volxmusik, Berg-/Küsten-/Heidewacht zugemüllt. Wirklich gute Sachen kommen um Mitternacht oder spätabends in der Woche, wo Glückliche noch Arbeiten gehen dürfen.

Zitat Böhmer: “Für private Haushalte werde es eine sehr ausgewogene Belastungssituation geben.” Schon klar, für diejenigen die bisher keine Gebühr oder nur knapp 8 Euro (nur Radio, kein Fernseher) bezahlen, wird es eine Kostensteigerung von satten 200 Prozent geben. Für alle anderen ändert sich nichts. Warum nicht gleich so machen wie bei der Krankenversicherung: Erst ein einheitlicher Satz von 18 Euro plus der Möglichkeit einen Zusatzbeitrag zu erheben, wenn die ÖR mit dem Geld nicht auskommen!?

Ranzwi vs. Kornwulf (KW 62)

Bevor sie Ranzwi jedoch wegbringen konnten, wachte dieser auf, sah seinen Vater und Alfried, durchschaute die Lage und protestierte.

Gebt mir noch eine Chance mich zu beweisen, Heerzug“, flehte er Alfried an. „Ich kann kämpfen.“

Alfried sah ihn an und überlegte lange. Dann schritt er auf den nächsten Krieger, nahm ihn dessen Speer weg und reichte ihn Ranzwi. Mühsam richtete sich dieser auf und nahm die Waffe.

Ich weiß nicht, wo du Ranzwi gelassen hast, denn du scheinst dich seinerbemächtigt zu haben, Kornwulf. Nimm also diesen Speer und schließe dich deiner Gruppe für den Kampf an.“

Als er bemerkte, dass Ranzwi an sich herunter sah, merkte er noch an: „Willst du kämpfen oder dich um dein Äußeres kümmern? Es ist keine Zeit neue Sachen zu holen. Jetzt geh!“

Ranzwi warf einen letzten Blick zu seinem Vater, in dessen Gesicht Kummer zu erkennen war. Alfried hatte ihn demütigen wollen und Ranzwi hatte ihm nun eine gute Gelegenheit dazu gegeben. Nicht umsonst hatte er ihm den spöttischen Namen Kornwulf gegeben und ließ ihn nun in diesem Aufzug kämpfen. Keiner der anderen Fürsten würde nun mehr Ramgar folgen wollen, würde es wieder zu einem Machtkampf zwischen Ramgar und Alfried kommen. Und er würde Ranzwi dafür verstossen müssen, aus seiner Sippe ausschliessen.

Als Ranzwi zu seiner Truppe stieß, spotteten und lachten diese über sein Aussehen und den neuen Namen, dem ihn der Heerführer gegeben hatte. Kornwulf. So wie Kornmuhme. Oder Kornhexe. Geister welche in den Getreidefeldern umgingen. In Menschen- oder in Tiergestalt. Korngeister über die man am Tage lachte, sich jedoch in der Dämmerung und in der Nacht fürchtete. Denn nicht selten zerstörten sie die gesamte Ernte und manchmal griffen sie auch Menschen an und verletzten diese. Hatte Alfried etwa Angst vor ihm? Lachhaft. Oder?

Ärgerlich stieß er den lachenden Tiwrich zur Seite, auch Tennatt, der ein freundliches Wort an ihn richten wollte, ließ er unbeachtet. Dann begann der kurze, schnelle Marsch zurück zum Dorf. Sie mussten nicht lange gehen, dann erschienen die ersten Langbärtigen. Voller Kampfeslust stürzten sich die beiden kleinen Gruppen aufeinander. Es würde ein kurzes, schnelles Gemetzel werden.

Ranzwi, jetzt Kornwulf, sprang mit als einer der ersten den Feinden entgegen, die im ersten Moment etwas irritiert waren, dann aber sofort den Jungen wieder erkannten, den sie selbst dieses Aussehen verpasst hatten. Mit Schimpfworten, lachend und erhobenen Schwertern rannten sie auf ihn zu. Kornwulf parierte den ersten Hieb sehr gut, stürzte dann aber durch die Wucht des zweiten gegenerischen Schwerthiebs auf den Boden und konnte nur seinen Speer als Schutz nutzen. Dann überkam ihn wieder diese Wut, die jegliches Gefühl und jeglichen klaren Gedanken aus ihm hinaus pustete und ihn nur noch automatisch handeln ließ, als hätte er nie etwas anderes gelernt. Er nutzte einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit seines Gegners und wirbelte den Speer in dessen Beine, woraufhin dieser ebenfalls zu Boden fiel. Dann stieß er ohne darüber nachzudenken den Speer in die die Brust des Langbärtigen. Jetzt lachte dieser nicht mehr und Kornwulfs Wut steigerte sich, so dass er sich später erzählen lassen musste, wie er gekämpft hatte und fast alle Gegner selbst erledigte, während seine Gefährten ihn nur ungläubig und teilweise entsetzt bei seinem Gemetzel zu sahen. Ja, sie fürchteten sogar vor ihm, denn wer sagte denn, das Ranzwi in diesem Zustand noch Freund und Feind auseinander halten konnte?

Dann wurden sie von einer weiteren kleineren Gruppe herannahender Langbärtiger abgelenkt und kümmerten sich um diese, während Kornwulf den letzten der ersten Gruppe den Todesstoß verpasste. Dann trat er in den Stall, wo er das Mädchen noch immer vermutete. Und tatsächlich saß sie noch immer dort, hatte Ranzwi jedoch durch die Tür beim Kampf beobachtet und wich nun ängstlich vor ihm zurück.

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Schluß mit lustig!

[...] “Schluss mit lustig” frohlockt die Bild-Zeitung, in Polizeiforen freuen sich Polizisten auf einen baldigen Einsatz. Der Spiegel berichtet anlässlich der Auslieferung des Musterfahrzeuges, Beamte würden sich “balgen”, um auf dem Kommandoplatz sitzen zu dürfen, und posierten für Fotos vor dem Gefährt. Kein Wunder angesichts des Designs, das laut BMI-Referatsleiter Achim Friedl “so gestaltet [ist], dass es Respekt einflößend wirkt” und einen “psychologischen Effekt” habe.

Die neuen Wasserwerfer des Typs WaWe 10000 COBRA sollen die Fahrzeuge des älteren Typs “WaWe 9000″ schrittweise ersetzen. Ihre Beschaffung geht auf einen Beschluss der Innenministerkonferenz (IMK) von 2005 zurück. Ein erstes Fahrzeug wurde bereits im November 2009 an das Bundesministerium des Innern (BMI) zur Erprobung übergeben und in Hamburg mehrere Monate getestet. Danach wurde das Musterfahrzeug zunächst wieder an die Herstellerfirma Rosenbauer zurückgegeben, um festgestellte Mängel zu beseitigen.

In den Genuss der neuen Distanzwaffe kommen zuerst die Länderpolizeien in Hamburg, Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Zwei Fahrzeuge werden noch 2010 übergeben, drei weitere in 2011 ausgeliefert. Der Stückpreis liegt über 900.000 Euro, bis 2019 ist die Anschaffung 78 neuer Geräte für insgesamt 75 Millionen Euro geplant. [Heise]

Da kann man ja für die Polizei in Stuttgart nur hoffen, dass die ihre neuen Wasserwerfer (“Jetzt mit noch mehr Druck aus der Spritze!”) noch rechtzeitig bekommen um gegen diese militanten Rentner und Schüler Demonstranten beim Bahnprojekt vorgehen zu können. Ob die Gegenseite ebenfalls aufrüsten wird und hinterher sich die Politik wieder beschwert wie renetent und brutal das Volk gegen seine Vertreter auftritt? Da muss man doch sein Volk gegen sich selbst beschützen, oder? [Ironie aus].

Übrigens: neue Abhör- und Peilwagen sind auch schon bestellt.

Was bedeutet das Wort “Engel”?

Das deutsche Wort “Engel” stammt von dem griechischen Wort “aggelos”, das für “Bote Gottes” steht. Engel, die Vermittler zwischen Himmel und Erde, sind keine Erfindung des Christentums. Schon die Perser (600 v. Chr.) kannten Engel. Und auch die Griechen stellten einige ihrer Götter geflügelt dar.

[Aus dem Lexikon des unnützen Wissens]

Song der Woche: The whitest Boy alive – 1517 (2009)

[...] The Whitest Boy Alive ist eine in Berlin gegründete Musikgruppe, die aus einem 2003 gestarteten Projekt für elektronische Tanzmusik hervorgegangen ist. In ihrer Entwicklung hat sich die Band vom ursprünglich elektronischen Konzept verabschiedet, so dass das 2006 veröffentlichte Debüt-Album Dreams keine elektronisch programmierten Elemente mehr enthält. Die Texte sind in englischer Sprache gehalten. [Wikipedia]

Hey, you, we just got started,
You can’t end this now.
Hey, you, we just got started,
You can’t end this now.
You’ve payed your dues, you’re free,
Of what are you afraid?
You’ve payed your dues, you’re free,
Of what are you afraid?

Taking on responsibility knowing it will way you down…
Freedom is a possibility only if you’re able to say no.

People in northern Europe since medieval times,
We find it hard to deal with when our dreams come true.
As it happens in success in the world that afflicts the mount,
And if you feel up, somebody somewhere else feels down.

Taking on responsibility knowing it will way you down…
Freedom is a possibility only if you’re able to say no.
Taking on responsibility knowing it will way you down…
Freedom is a possibility only if you’re able to say no.

Wer erfand das Morphium?

[...] Morphin wurde erstmals 1804 von dem deutschen Apotheker Friedrich Wilhelm Adam Sertürner in Paderborn isoliert, jedoch wurde die korrekte Summenformel erst im Jahre 1848 durch Laurent ermittelt. Sertürner nannte den Stoff zunächst Morphium nach Morpheus, dem griechischen Gott der Träume und des Schlafes. Erst später bekam die Droge den Namen „Morphin”, der heute hauptsächlich in Gebrauch ist. Bis zur Aufstellung der endgültigen Strukturformel vergingen weitere 77 Jahre. Kurz zuvor wurde Morphin bereits von Armand Séguin und Bernard Courtois entdeckt, jedoch zunächst nur am eigenen Institut vorgestellt und erst 1816 publiziert. [Wikipedia]

[...] Um die Leistung Sertürners zu verstehen, muss man den Stand der Erforschung des pflanzlichen Arzneischatzes jener Zeit kennen. Überall in Europa versuchten die Apotheker im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert, durch Extraktion, Ausfällen, Dekantieren und Filtrieren die Inhaltsstoffe der Arzneipflanzen und deren chemische Zusammenhänge zu ergründen. Die Zitronensäure (1774), Äpfelsäure (1785), Sauerkleesäure (1778), Weinsteinsäure (1769) und viele andere Säuren wurden isoliert. Gleichzeitig fand man immer mehr chemische Verbindungen und Elemente, beispielsweise Phosphor, Sauerstoff und Chlor. Frankreich war lange Zeit führend in der Pflanzenchemie.

In allen europäischen Ländern war die Pharmazie im Begriff, sich von einem reinen Lehr- zum akademischen Beruf zu entwickeln. Dadurch verbanden sich profunde, handwerkliche Fähigkeiten der Apotheker mit dem steigenden Wissensstand in Chemie und Botanik zu einem enormen Potenzial, die Natur zu ergründen.

Eine große Hürde stellte die Applikation am Menschen dar. Da der unangenehme Geschmack und Brechreiz die orale Gabe erschwerten, suchte man eine Methode, den Magen-Darm-Kanal zu umgehen, und rieb nach künstlicher Zerstörung der Hautoberfläche eine Morphinanreibung auf die entzündete Hautblase (Endermatische Methode, 1820). Die martialische Methode schränkte jedoch eine breite Anwendung erheblich ein. Erst die Entwicklung des Injektionsverfahrens durch Charles-Gabriel Pravaz ermöglichte eine einfachere und schmerzlose parenterale Applikation. Damit begann der Siegeszug des Morphins in der Schmerztherapie. [Pharmazeutische Zeitung]