Seit einiger Zeit bin ich bei Google+ und ehrlich gesagt habe ich bis jetzt noch nichts auszusetzen. Da es momentan nur über Einladungen funktioniert, wenn man dort mitmachen will, und ich noch 150 Einladungen übrig habe, bitte melden wer noch will. E-Mail an mich reicht.
Archiv für den Monat August 2011
Song der Woche: Small Faces – Lazy Sunday (1968)
Die geheime Geschichte der Digedags
Als großer Fan der ostdeutschen Bilderzeitschrift (neudeutsch: Comic) Mosaik bin ich natürlich immer auch sehr begierig etwas über den Hintergrund der Zeitschrift zu erfahren. Durch Zufall stieß ich auf Mark Lehmstedts “Die geheime Geschichte der Digedags” – erschienen im Selbstverlag.
Kurz zur Einleitung: Hauptfiguren des Mosaik waren von 1955 bis 1975 die Digedags – drei Kobolde mit Namen Dig, Dag und Digedag. Erfunden hat sie Hannes Hegen, ein ehemaliger Werbezeichner – und Texter. Und genau darum geht es in Lehmstedts Buch. Hat Hegen die drei Figuren und vor allem den Stil und die Geschichte des Mosaiks derartig bestimmt, wie es immer behauptet wird? Oder war es nicht eher das Kollektiv, welches spätestens ab dem vierten Heft sämtliche textlichen und zeichnerischen Arbeiten erledigte – unter Aufsicht von Hegen – und wurden dafür nicht mal im Impressum erwähnt?
Als Hegen 1975 mit neuen Forderungen gegenüber dem Herausgeber nicht durchkam, folgte nicht nur ein häßlicher (bis zu diesem Buch in der Öffentlichkeit nahezu unbekannter Rechtsstreit), sondern schlug nun auch die Stunde des Mosaik-Kollektiv, welches nun befreit von Hegens Allmacht, aufblühte und die Abrafaxe erschuf, welche bis heute monatlich Abenteuer erleben. Bis heute besteht der Streit unter Mosaik-Fans (von denen übrigens mehr als die Hälfte älter als 30 Jahre sind), welches Trio die spannenderen Abenteuer erlebte und witziger war/ist.
Lehmstedt beschreibt diese “geheime Geschichte” mit einfachen Worten in flüssigem Stil, und dennoch mit vielen Zahlen und Fakten und – was dieses Buch sehr angenehm Lesen lässt – objektiv. An keiner Stelle hat man den Eindruck hier würde ein Mosaik-Fan eine Lobrede schreiben, auch die nachvollziehbare Kritik an Hegen klingt nur sehr unterschwellig durch. Leider hatte es Hegen abgelehnt Lehmstedt ein Interview oder zumindest eine Stellungsnahme zu geben.
Urlaub
Jets sollen sich vor der Landung auf dem BER die Zeit über Trebbin und Thyrow vertreiben
[...] Rund 240 bis 360 Jets werden ab nächstem Jahr täglich den Großflughafen Berlin Brandenburg International (BER) anfliegen. Zu den Stoßzeiten kann es da schon mal zu Staus am Himmel kommen. Die Warteschleifen werden jüngsten Berechnungen der Deutschen Flugsicherung (DFS) zufolge südwestlich von Trebbin und Thyrow verlaufen. Entgegen der eigentlichen Landerichtung sollen die Jets bis Bad Belzig in einem Bogen umgeleitet werden, bevor sie zum Anflug auf Schönefeld ansetzen.
Teile der Gemeinde Nuthe-Urstromtal liegen direkt unter den jetzt beabsichtigten Radarführungsstrecken auf der sogenannten Südbahn, die für Flugzeuge aus Richtung Süden kommend gilt. Die Route ist auf der Homepage der DFS einzusehen.
Welchen Lärm die in Warteposition befindlichen Flugzeuge verursachen werden, ist nicht vorhersehbar, sagt Patrick Strogies, Fluglärmschutzbeauftragter des Verkehrsflughafens Berlin-Schönefeld, auf MAZ-Anfrage: „Bisher ist noch nicht klar, in welcher Höhe sich die Flugzeuge in der Warteschleife befinden werden.“ Laut Grafik der Deutschen Flugsicherung sollen die Jets ab Bad Belzig nur noch in einer Höhe von 1200 Metern fliegen. „Das wäre der schlimmste Fall“, sagt Strogies. Müssten sie sich konstant auf dieser niedrigen Höhe halten, bräuchten die Flugzeuge Schub und das verursache Lärm: „Das ist nicht schön für die Anwohner.“
Der unabhängige Ombudsmann, der sich um Fluglärmbeschwerden kümmert, rechnet damit, dass die Warteschleifen nur zu den Stoßzeiten morgens und abends, insgesamt zwei Stunden täglich, beflogen werden. Wesentlich schwerwiegender sei die Fluglärmbelästigung in Gemeinden, die im Lande- und Startbereich lägen, sagt Strogies.
Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) rechnet mit Überflügen in 2400 Metern Höhe. Großen Fluglärm befürchtet er nicht. „Abzuwarten bleibt allerdings, was die Landephasen von der Lärmentwicklung her für uns bedeuten.“ Berger stört vor allem die Ungerechtigkeit bei der Festlegung der Flugrouten. „Berlin bleibt verschont, und die umliegenden Städte und Gemeinden dürfen es ausbaden.“ Zuletzt hatten die geplanten Flugrouten für den Airport, vor allem in den hauptstadtnahen Regionen, für Proteste gesorgt. Viel Hoffnung, die neuen Pläne noch abwenden zu können, hat Berger nicht: „Das Ding ist gegessen.“
Entspannter bewertet Monika Nestler (Linkspartei), Bürgermeisterin der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, die Flugrouten. Die Pläne der Deutschen Flugsicherung, laut denen die Jets ihre Runden über kleineren Ortschaften zwischen Luckenwalde und Trebbin drehen könnten, versetzen sie nicht in Panik: „Sicher ist doch noch gar nichts.“ Außerdem sei ihre Gemeinde durch den Schönhagener Flugplatz lärmerprobt. Natürlich werde sie sich mit der Problematik beschäftigen, wenn die Routen endgültig feststünden. Aber: „Fliegen wollen wir alle. Man kann nicht immer sagen: Den Lärm bitte für die anderen.“
Die Warteschleifen betrachtet auch Landrat Peer Giesecke (SPD) als zweitrangig. „Wir werden uns damit noch intensiv befassen, gegebenenfalls muss noch eine Optimierung erfolgen.“ Wichtiger sind für ihn derzeit jedoch die direkte Betroffenheit von Blankenfelde-Mahlow und die Durchsetzung des Nachtflugverbots.
http://www.dfs.de (Von Aglaja Adam) [MAZ]
Warum soll man da wählen gehen?
Jeden Morgen und Abend komme ich zwischen Treptower Park und Schlesisches Tor an den Plakaten zur Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl vorbei und frage mich ernsthaft wen das ansprechen soll. Fast alle Parteien werben mit einem Konterfei ihres Kandidaten – die Plakate sind damit austauschbar wie ihre Programme selbst. Wenigstens schreiben sie noch daneben ob der grinsende BWLer nun für SPD, CDU, FDP oder eine andere Gurkentruppe kandidiert.
Einzig positiv heben sich davon die kleineren Parteien ab. Hier zeigen sich noch Kreativität und der Wille wirklich etwas bewegen zu wollen. Die Piraten haben sogar richtig gute Botschaften und auch andere schreiben zumindest einen Slogan oder Teile ihres Programms auf die Plakate. Leider wird das vergebliche Müh sein, oder glaubt jemand ernsthaft Piratenpartei oder Bergpartei oder Tierschutzpartei hätten eine Chance?
Nach aktuellen Umfragen sieht es so aus als würde der Klausi nicht aus dem Roten Rathaus ausziehen müssen. Die Grünen lägen knapp vor der CDU und die Linke würde immerhin auf 12 Prozent kommen.
Hat da jemand nach der FDP gefragt? Nach wem? Ach so die Kaspertruppe liegt bei 4%.
Wie Herr Teddy das Zwiebeleis aß
[Als 1000. Artikel erscheint nachfolgend ein Gastbeitrag vom hochgeschätzten ringelnitz. Bekannt für seinen derben Humor und sein gutes Herz für seine Mitmenschen.]
Als Herr Teddy eines Fischhandels wegen einstmals ins Borschmannsecksche zog, sah er vor Ekmanns Gasthof die alte Frau von Opa Gurke, die Eisspezialitäten feilbot. Teddy grüßte das Weib gar freundlich, welches ihm dies noch freundlicher dankte.
Da er wusste, dass sowohl Manns- als auch Weibsleut im Borschmannseckschen heftig schelten und fluchen und auch ordentlich austeilen können, fragte er die alte Mutter, ob sie wohl auch fluchen könne. Sie antwortet: „O nein, mein lieber Teddy-Sohn, wo sollte ich das Fluchen gelernt haben? Fluchen sei fern von mir! Ich kann keinen Menschen leiden, der flucht.“
Teddy sprach zu seinem Mitgesellen Faxian Trauerklos: „Das wollen wir einmal ausprobieren!“, und zu dem Weib sagte er: „Von vielen Leuten in Dorschborn habe ich gehört, liebe Mutter, dass ihr eine olle Quarktasche und eine lose, trockengefallene, alte Gassenhure seid.“
Da fing das Weib an, so gräulich zu schelten und zu fluchen, dass der Gasthof wackelte. Die furiose Alte beschimpfte Herrn Teddy als bösen Schelm und Dieb und wünschte ihm mehr als zwanzig Tonnen voll Eierlikör und Dorschleberwrust in den Leib. Dazu prügelte sie ihn mit ihrem Gehstock auf’s Haupt und stopfte ihm wieder und wieder ihr gefürchtetes Zwiebeleis in den frechen Schlund.
Teddy aber würgte und kotzte, dass es eine Pracht war und stammelte endlich: „Seht nur, seht nur, liebe Mutter, habe ich euch doch gefragt, ob ihr fluchen könnt, worauf ihr mir geantwortet habt, dass ihr keinen Fluch kennt. Wo habt ihr das Fluchen denn jetzt so schnell gelernt? Hätte ich das gewusst, ich hätte wohl geschwiegen.“
Die Alte aber schrie: „Verpiss Dich, sonst hol ich den Opa Gurke. Dann weißt Du aber nicht mehr, ob Du Herr Teddy oder Frau Teddy bist, glaubss das, Rübennase?“ Und je mehr Teddy versuchte, das Weib zu versöhnen, desto ärger fluchte es und verwünschte Teddy, so dass er sich nichts sehnlicher wünschte, als zu Hause hinter seinem Briefschlitz zu sein. Von Zwiebeleisverkäuferinnen war er aber für immerdar kuriert.
Song der Woche: Sweet – Ballroom Blitz (1973)
Sweet – DIE Glamrock-Band der 70er. Neben T.Rex natürlich. Wer übrigens in dem Video das Mädchen entdeckt darf es behalten. *kicher*
Song der Woche: PeterLicht – Das absolute Glück (2006)
Eigentlich wollte ich den Titeltrack des Albums “Lieder vom Ende des Kapitalismus” nehmen, allerdings fand ich da kein wirklich ansprechendes Video. Zu “Das absolute Glück” – ebenfalls von diesem Album – existiert wenigstens noch ein offizielles Video auf YouTube.
Gastbeitrag gesucht
Nur noch zwei Beiträge trennen diesen Blog vom 1000. Beitrag! Um das würdig zu feiern (?) habe ich mich entschlossen diesen Beitrag für jemanden freizugeben, der bereit ist einen mittellangen oder kurzen Beitrag für das Zwiebeleis zu schreiben. Macht doch mal eure Vorschläge und dann suche ich mir einen (für mich) interessanten aus.

