Bundesverwaltungsgericht erlaubt in Schönefeld Flüge bis 24 Uhr

[...] Der Aiport Berlin-Brandenburg »Willy Brandt« kann am 3. Juni nächsten Jahres ohne weitere Einschränkungen in Betrieb gehen. Mit ihrer Entscheidung gegen die Klagen der Anwohner gaben die Leipziger Richter dafür grünes Licht. Grundlage war ein Urteil des selben Gerichts von 2006, in dem ein Flugbetrieb zwischen 0 und 5 Uhr untersagt und in den Randzeiten nur aus »nachvollziehbaren Gründen« erlaubt wurde. Daran hätten sich die Planer vom Brandenburger Infrastrukturministerium gehalten, entschied das Gericht.

Die Anwohner wollten dagegen auch die Flüge in den Randzeiten kippen. Doch da habe der Lärmschutz weniger Gewicht als das Verkehrsbedürfnis, urteilten die Richter. Es sei plausibel, dass es für Zu- und Abbringerflüge zu den Drehkreuz-Flughäfen, für Touristik- und Interkontinentalflüge geboten sei, in den Randstunden Flugverkehr zuzulassen. Durchschnittlich soll es nachts bis zu 77 Flüge geben, in Spitzenzeiten bis zu 103.

Erleichtert reagierten Politik und Wirtschaft. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßte die Entscheidung als »wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung«. Damit sei die Grundlage geschaffen, dass der Flughafen »zu einem der großen Drei« in Deutschland werden könne. Zugleich betonte er, dass der Airport-Betrieb in Einklang gebracht werden müsse mit den Interessen der Menschen. Der Dialog mit den Gegnern werde fortgesetzt. »Das war der letzte Meilenstein auf dem Weg zum neuen Flughafen«, freute sich Flughafenchef Rainer Schwarz. Der Flughafen öffne mit einer Kapazität von 27 Millionen Passagieren. Für Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) war es »ein guter Tag für Wirtschaft und Beschäftigung«.

Das sehen die Anwohner etwas anders. »Das Urteil ist eine Katastrophe für alle Menschen in Deutschland, die in der Nähe von Verkehrsflughäfen wohnen«, sagte Carl Ahlgrimm, der Bürgermeister der Gemeinde Großbeeren, die zu den Klägern gehörte. Der Bürgerverein Berlin-Brandenburg kündigte eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Die »katastrophal falsche Standortentscheidung« werde nicht hingenommen. Der LINKE-Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi, will sich dafür einsetzen, dass zumindest noch politisch im Sinne der Anwohner entschieden wird. [Neues Deutschland]

Erst kommt das Geld, dann der Mensch. Was für ein Scheiß System. Und Gut’ Nacht.

Unsere Straße wird erneuert #3

Die Seitenstreifen links und rechts von der Straße muss jeder Eigentümer selbst gestalten. Wer da eine Idee hat – her damit.

In der Mitte soll das Regenwasser ablaufen bzw versickern. So verdichtet wie es ist, sehe ich das noch nicht, dass es auch bei Starkregen funktioniert. Mal sehen, momentan haben wir ja gutes Testwetter.

Erste Fördermittel für schnelles Internet

Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) und der SWFG-Projektleiter Breitband, Marcel Penquitt, können sich über einen von drei Bewilligungsbescheiden für den Breitbandausbau in den Trebbiner Ortsteilen freuen. Seit Mai liegen drei Fördermittelanträge beim Landesamt für ländliche Entwicklung in Groß Glienicke vor. Die Stadt Trebbin hat sich mit der Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWFG) dafür eingesetzt, von der Markterkundung über ein Planungsverfahren bis hin zur Ausschreibung der Projektumsetzung schnellstmöglich allen Trebbinern das schnelle Internet ins Haus zu bringen.

Nun wurden die ersten Fördermittel bewilligt. Diese Förderung von Land und Europäischer Union deckt zu 90 Prozent eine Wirtschaftlichkeitslücke eines Telekommunikationsunternehmens. Die restlichen zehn Prozent müssen von der Stadt Trebbin erbracht werden. Diese Mittel stehen im städtischen Haushalt 2011 zur Verfügung. Mit der ersten Förderung können die Trebbiner Ortsteile Löwendorf, Schönhagen, Blankensee, Glau und Stangenhagen auf schnelle Internetanschlüsse hoffen. [MAZ Online]

Hommage an Hensel

„Eigentlich hätten wir ihm zu Ehren gern ein großes Fest veranstaltet, aber die Finanzierung konnten wir leider nicht allein stemmen“, sagte Monika Ochotzki bei ihrer kleinen Führung durch die Ausstellung. „Auf so einen weltberühmten ehemaligen Einwohner können wir sehr stolz sein, da mussten wir ihm wenigstens eine Ausstellung widmen“, so die Vereinsvorsitzende vom Trebbiner Heimatverein. Anlässlich des 150. Todestages des Malers Wilhelm Hensel ist im Heimatstübchen seit Samstag ein Teil seines Werkes zu sehen. Der Maler der „Berliner Romantik“ lebte von 1794 bis 1861 und wurde in Trebbin geboren. Sein Vater war der Pastor der Gemeinde Trebbin, Ludwig Hensel.

Der Künstler gilt als bedeutender Porträtmaler. Er porträtierte seine Zeitgenossen aus Kunst, Literatur, Politik und aus dem Königshaus mit einer fotografischen Exaktheit, die ihn berühmt machte. Über 1000 Porträtzeichnungen sind von ihm erhalten. Über 60 können nun in Kopie bis November in Trebbin bestaunt werden.

Abgerundet wird die Ausstellung mit Informationen über Hensels Leben, auch mit Bildern seiner Familie und seiner Frau Fanny Mendelssohn Bartholdy, Schwester des berühmten Komponisten. Auch Auszüge aus den Kirchenbüchern von 1794 sind zu sehen, die seine Trebbiner Herkunft belegen. „Das ist wichtig“, sagte Ochotzki, „denn auf seinem Grabstein steht fälschlicherweise ,Linum’ als Geburtsort gemeißelt“, zeigte sie auf dem Foto seines Grabes, das sich in Berlin befindet. Warum das so sei, konnte sie nicht erklären. „Es wäre auf jeden Fall Zeit, das korrigieren zu lassen“, sagte sie.

Große Verwirrung unter den Vereinsmitgliedern gab es auch, als beim Betrachten des Grabstein-Fotos auffiel, dass dort der 6. Juli als Geburtstag angegeben ist, in den Kirchenbüchern aber der 28. November zu lesen war. Dem gehen die Vereinsmitglieder nun genauer nach. (Von Kathrin Burghardt) [MAZ Online]

Konzept zur Nutzung der ehemaligen Legehybriden Löwendorf

Die Liegenschaft der ehemaligen LPG Legehybriden Löwendorf ist seit Jahren ungenutzt. Genauso lange schon hoffen die Löwendorfer auf größere Räumlichkeiten für ihr aktives Dorfleben. Die Legehybriden-Liegenschaft war dabei immer mal wieder im Gespräch. „Wir haben nur ein kleines Gemeindebüro, dafür aber viele aktive Bürger“, so Ortsvorsteher Arno Liersch.

Jetzt könnte es eine Lösung für diese Probleme geben. Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) stellte bei der öffentlichen Sitzung der Trebbiner Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend ein Nutzungskonzept für die Bereiche vor, die sich im Eigentum der Stadt befinden. So könnte das frühere Verwaltungsgebäude als Heimstatt für die Löwendorfer Vereine und den Ortsbeirat dienen sowie als Veranstaltungsort genutzt werden. „Zugleich könnte dort auch der Bauhof der Stadt einziehen, der bislang an verschiedenen Standorten verstreut ist“, erklärte Thomas Berger. Der Bauhof hat seinen ebenfalls sehr beengten Sitz in der ehemaligen BHG in Löwendorf. „Der Bauhof könnte auf dem Legehybriden-Gelände konzentriert werden. Damit würde die Kutscherei durch das gesamte Stadtgebiet wegfallen“, so Berger. Er sieht darin auch eine Chance, das energiepolitische Konzept der Stadt in einem größeren öffentlichen Bereich zu verwirklichen. „Heizung und Stromversorgung müssten sowieso neu installiert werden. Da könnten wir etwas mit erneuerbaren Energien in Bewegung setzen“, so sein Standpunkt. Gleich zwei Probleme auf einmal wären gelöst oder die Stadt habe weiterhin eine „nutzlose Liegenschaft am Hals“. Zudem könnte die BHG verkauft werden. Zustimmung fand dieser Vorschlag bei der Fraktion Neue Liste. Michael Baumecker, er ist selbst Löwendorfer, sagte: „Wir kämpfen seit langem um ein Gemeindezentrum, das andere Ortsteile längst haben“. Bedenken zu dem Vorhaben, das im Haushaltsplan 2011 zunächst mit einer Sperre belegt worden war, haben die Unabhängigen Freien Wähler (UFW). „Die Löwendorfer sollen entsprechende Räume erhalten, aber wir sind gegen eine Schnellschuss-Variante“, begründete Paul Schuchardt. Er habe Zweifel, ob der Standort geeignet sei. „Alles abreißen und neu bauen“, so der Vorschlag von Dietrich Puppe, ebenfalls UFW. Bärbel Laue (SPD) verlangte eine konkretere Kostenaufstellung. Ihr sei das Konzept „zu schwammig“. Peter Blohm (CDU), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, schlug einen Kompromiss vor: Das Konzept werde weiter geprüft, der Sperrvermerk aufgehoben. Dem wurde mehrheitlich zugestimmt. (Von Uta Franke) [MAZ Online]