Es ist mal wieder so weit

Selbst gebastelt von meinem dreieinhalbjährigem Sohn. Na gut, ja mit Hilfe seiner Mama. :-) Da kann ja Weihnachten kommen.

Ich war währenddessen meiner Oma aufs Dach gestiegen und hab dort den Laufsteg für den Schornsteinfeger erneuert, da dieser sich weigerte auf den alten – tatsächlich sehr morschen – Steg zu gehen.

Voice of Germany – und ich krieg das Kotzen!

X-Faktor, Deutschland sucht den Superstar, Das Supertalent, Popstars (hab ich jemanden vergessen?). Da denkt man, es kann nicht schlimmer kommen. Doch! Denn ab Morgen läuft auf Pro7/Sat1 “Voice of Germany”. Und das mit allen meinen Hass-Musikern aus Deutschland: Nena, Xavier Naidoo, Reamon-Sänger Dingsbums und The Boss Hoss. Ich krieg das Kotzen! Dauert wirklich nicht mehr lange bis ich den Fernseher zum Fenster rausschmeiße.

Baring- Geh endlich in Rente!

Arnulf Baring ist auf seinem persönlichen Kreuzzug gegen die Linken. Unerträglich wie er in Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen gegen die Linken wettert. So auch wieder Gestern bei Maischberger. Eigentlich ging es um die Rentenversicherung und deren Kollaps und mehrmals stellte ihm Maischberger Fragen zu dieser Thematik. Widerlich wie er diese Gelegenheiten nutzte um gegen die Linken und auch gegen Gysi, der neben ihm saß und sichtlich aufgeregt aber trotzdem gelassen blieb, wetterte. Polemik pur und absolut am Thema vorbei.

Warum wird so ein Schwachmat, der nichts zum eigentlichen Thema zu sagen hat, immer noch in Talkshows eingeladen? Weg mit ihm! Dieser Vollpfosten soll endlich in Rente gehen und nicht noch ständig eine Plattform bekommen um über die DDR und insbesonderen über die Ostdeutschen herzuziehen. Nicht falsch verstehen. Ich möchte die DDR nicht wieder und ich bin froh dass sie Vergangenheit ist, aber muss man 20 Jahre danach immer noch gegen den Kommunismus wettern? Und das in Zeiten von offensichtlich staatlich gefördertem Terror von Rechts? Wie sagte Oliver Welke bei der Heute-Show so schön? Tote durch rechten Terror in den letzten 15 Jahren: knapp über 200. Tote durch linken Terror: Null.

Baring, verschwinde aus den Medien!

Gesichter, Gesichter

Der Mensch ist so programmiert (welch unschönes Wort), dass er bei Personen, welche fremd für ihn sind, zu erst das Gesicht sucht um zu ergründen ob derjenige freundlich oder feindlich gesinnt ist. Das half früher zu Überleben und heute vielleicht Ärger aus dem Weg zu gehen. Bei Tieren sucht man ebenso erst das Gesicht und ergründet dann die Mimik. Das Kuriose ist nun, dass man es bei Gegenständen auch so macht, wenn auchwohl eher unbewusst.

Das wird inzwischen sogar in der Werbung und im Produktdesign angewandt, wo man versucht Produkte mit einem “freundlichen Gesicht” zu kreieren. Schaut euch mal eurer Auto oder eure Mikrowelle an. Und? Freund oder Feind?

Eine dunkle und GRIMMige Geschichte. Kindgerechter Horror?

Bereits vor einigen Monaten hatte mich die Rezitante auf das Online-Projekt Blogg dein Buch! aufmerksam gemacht und neugierig wie ich bin meldete ich mich dort an. Es geht darum Bücher, welche dort von den Verlagen angeboten werden zu rezensieren. Dafür kann man das Buch, welches man vorher kostenlos zugesandt bekommt, behalten. Leider waren beim ersten Stöbern keine für mich interessanten Bücher vorhanden bzw waren diese an keiner Aktion beteiligt. Doch nun endlich war ich fündig geworden. Das Cover von Adam Gidwitz’s „Eine dunkle & Grimmige Geschichte“, erschienen im Verlag arsEdition München, sah sehr interessant und vor allem so wunderbar märchenhaft aus. Versprochen wurde eine Neuinterpretation einige Grimm’scher Märchen, vor allem von „Hänsel und Gretel“. Auch im Buchinnern setzen sich die düsteren Scherenschnitt-Grafiken fort und untermalen die Handlung. Leider bin ich mir auch nach dem Lesen des Buches noch immer nicht sicher für wen das Buch geschrieben wurde: für Kinder, für kindgeblieben Erwachsene?

Das Buch beginnt mit dem Märchen vom treuen Johannes, welches ich leider noch nicht mal im Original kannte, was aber nicht zwingend sein muss, um der Handlung folgen zu können. Als störend empfand ich die häufigen Einsprenksel des Autoren, der hier als allwissender Erzähler immer wieder die Handlung unterbricht, um durch Hinweise, dass die Geschichte jetzt gleich noch blutiger/gruseliger/ekliger wird und die kleineren Kinder nun ins Bett gehen sollten, versucht Spannung aufzubauen. Leider wird dadurch die emotionale Bindung zu den Hauptfiguren gestört, auch erinnerte mich die Erzählweise stark an „Lemony Snicket“.

Der allwissende Erzähler nimmt sich bei den weiteren Kapiteln/Märchen „Hänsel und Gretel“, „Die sieben Schwalben“ (besser bekannt als „Die sieben Raben“), „Bruder und Schwester“ stetig weiter zurück und die Handlung gewinnt nun an Fahrt und die Geschichte wird immer lesenswerter. Richtig gut wird es dann mit „Ein Lächeln rot wie Blut“ (im Original „Der Räuberhauptmann“) und „Die drei goldenen Haare“. Hier gelingt es dem Autor erstmalig mich als erwachsenden und Horror-gewohnten Leser zu fesseln und in eine sehr gruselige und stimmige Atmosphäre zu ziehen. Auch entwickelt sich nun endlich auch so etwas wie Sympathie für die Protagonisten, zumindest für Gretel.

Die letzten drei Kapitel behandeln die Heimkehr von Hänsel und Gretel nach ihrer Odyssee durch die Märchenwelt und ihrem Kampf gegen den Drachen. Ein guter Abschluss für diese dunkle und grimmige Geschichte. Positiv hervorheben möchte ich auch, neben den sehr schönen Illustrationen (hätten ruhig mehr sein können) die Größe der Schrift und die Verarbeitung von Papier und Umschlag. Auch konnte ich keinen Rechtschreibfehler entdecken – was heutzutage leider nicht immer selbstverständlich ist.

Hier gehts zur Buchbestellung direkt beim Verlag.