Woher stammt das “Brett vorm Kopf”?

Aus der mittelalterlichen Landwirtschaft. Störrische Ochsen wurden ,,mit einem vor die Augen hängenden Brettlein geblendet”, heißt es im ,,Schauplatz der natürlichen Merkwürdigkeiten” von 1699. Da ,,Ochse” schon damals als Schimpfwort für Dumme stand, wurde das ,,Brett vorm Kopf” zum Sinnbild für geistige Schwerfälligkeit.

Was heißt: “mit Kind und Kegel”?

 

Die wörtliche Übersetzung heißt: “mit ehelichen und unehelichen Kindern”. Das Wort “Kekel”, aus dem später “Kegel” wurde, war im Mittelalter die verächtliche Bezeichnung für uneheliche Kinder. Gleichzeitig stand der Begriff für die Worte “Stock”, “Knüppel” oder “Pfahl”. Weil diese Kinder ein rechtloser Spielball waren, entwickelte sich aus “Kind und Kegel” auch der Kegel im Spiel.


30. Januar

Woher kommt der Begriff “Aufschneider?”

Er ist im 17. Jahrhundert entstanden. “Aufschneiden” stand für “angeben”, weil die Diener ihren Herrschaften und deren Gästen das Fleisch bei Tisch mit einem Messer vorlegten. Wer besonders große Stücke abschneiden ließ, wollte Eindruck schinden. Er war ein Aufschneider.

Mit Wasser im Mund kann man kein Feuer anblasen. (Sudanesisches Sprichwort)

SA 8.03 Uhr  SU 17.08 Uhr

MA 5.40 Uhr  MU 13.26 Uhr

Adelgundis

Woher stammt der “Feierabend”?

Die heutige Bedeutung des Wortes Feierabend stammt aus der Sprache der mittelalterlichen Handwerker. “Ich hab’ ausgespunnen. Ich hab’ Feyerabend”, heiß es bei dem Dichter Gerlingius 1649. Aber es gab auch eine boshafte Bedeutung. Wenn jemand gestorben war, hieß es: “Jetzt hat der Arsch Feierabend.”

[Aus dem Lexikon des unnützen Wissens]

[...] Aus dem lateinischen Wort „fēria“ für einen Wochentag bzw. kirchlichen Feiertag entwickelte sich das althochdeutsche „fîra“ mit der Bedeutung Fest oder Ruhe (im christlichen Sprachgebrauch vor allem ein Tag, der mit einer gottesdienstlichen Handlung begangen wurde). Hieraus wurde mittelhochdeutsch „vîre“ für einen festlich begangenen Tag oder die Arbeitsruhe (woraus sich der neuhochdeutsche Begriff „Feier“ entwickelte), wobei seit dem 12. Jahrhundert „vîr-âbent“ den Vorabend eines Feiertages bezeichnete . Dieser Begriff wird später frühneuhochdeutsch (nach dem 16.Jahrhundert) unter dem Einfluss der Sprache der Handwerker umgedeutet zu „(Beginn der) Ruhezeit am Abend“. [Wikipedia]

Woher stammt: “Eulen nach Athen tragen”?

Aus der Satire “Die Vögel” des größten klassischen Komödiendichters Aristophanes (445 bis 386 v. Christus). Der glossierte die Schwächen seiner Heimatstadt Athen und ließ in dem Stück eine Eule herbeifliegen, worauf gefragt wurde: “Wer hat die Eule nach Athen gebracht?” Dort lebten damals sehr viele Eulen. Die Eule war das Symbol der Klugheit und das Sinnbild der Schutzgöttin Athene.

[Aus dem Lexikon des unnützen Wissens]

[...] Der römische Geschichtsschreiber übernahm das Sprichwort als „ululas Athenas“. Im Laufe der Zeit haben sich viele weitere Sprichwörter auf der Basis dieses Ausspruchs gebildet. So waren bereits im antiken Griechenland „Fische zum Hellespont bringen“ oder „Krokodile nach Ägypten bringen“ bekannt. Modernere Varianten lauten etwa „Bier nach München bringen“, „Kohlen nach Newcastle tragen“ (vom englischen: „carry coals to Newcastle“), „den Bäckerskindern Stullen geben“ oder „mit dem eigenen Samowar nach Tula fahren“ (russisches Sprichwort). Ähnlich ist das lateinische lignam in silvam (ferre) „Holz in den Wald tragen“ (Horaz, Satiren I, 10, 34). Außerdem bekannt geworden ist in dieser Reihe „Schokolade in die Schweiz bringen“.

Weiterhin existieren viele besonders regional und lokal bekannte Abwandlungen, zum Beispiel aus dem Norddeutschen „Torf ins Moor tragen“ oder „Schnecken nach Metz treiben“. [Wikipedia]

Was bedeutet das Wort “Engel”?

Das deutsche Wort “Engel” stammt von dem griechischen Wort “aggelos”, das für “Bote Gottes” steht. Engel, die Vermittler zwischen Himmel und Erde, sind keine Erfindung des Christentums. Schon die Perser (600 v. Chr.) kannten Engel. Und auch die Griechen stellten einige ihrer Götter geflügelt dar.

[Aus dem Lexikon des unnützen Wissens]