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king kong

Letzte Woche war auf ARTE King-Kong-Abend und zum Glück kam als erstes der Originalfilm von 1933. Nicht das die beiden Remakes von John Guillermin (1976) und von Peter Jackson (2005) nicht sehenswert wären, aber das Original hat doch einen bestimmten Reiz, dem man sich auch nach fast 80 Jahren nicht entziehen kann.

Die damaligen revolutionären Spezialeffekte wirken heutzutage natürlich etwas unbeholfen bis lächerlich, aber die Geschichte dahinter ist immer noch großartig. Und vor allem kann man alles mögliche hinein interpretieren. Ob es zum Beispiel um die damals hochaktuelle Rassenfrage geht (King Kong als Symbol für das noch weitest gehend unerforschte Afrika und Fay Wray und die Anderen als Symbol für die europäischen Entdecker und Kolonisten etc) oder der überall durchschimmernde Sexismus (King Kong streicht mit dem Finger über Fay Wrays Körper und riecht dann an diesem). Und so weiter.

Als ich den Film mit nicht einmal zehn Jahren gesehen habe, sah ich ihn als das was er hauptsächlich ist – ein genial gemachter Horrorfilm. Heute SEHE ich ihn ANDERS aber finde das er nach wie vor ein wegweisender Klassiker der Filmgeschichte ist. Und was mir auch diesmal wieder aufgefallen ist: auch wenn der Riesenaffe auf den ersten Blick hölzern und irgendwie kantig mit seinem schiefen Kopf und den noch schieferen Zähnen wirkt, aber der Moment auf dem Empire State Building, wo er „seine Liebste“ behutsam ablegt und von Gewehrsalven getroffen nach unten fällt… Wow! Und die Großaufnahme seiner Augen kurz davor – diese Traurigkeit darin und das Wissen das er wird sterben müssen. Ganz großes Kino! Danke dafür.

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