Schlagwörter

, , , , ,

sbahnSo titulierte heute Morgen der Berliner Kurier zu den erheblichen Einschränkungen, die seit Gestern den S-Bahn-Verkehr in Berlin betreffen. Die S-Bahn selbst schreibt auf ihrer Homepage von „zusätzlichen technischen Untersuchungen“. Nun ja, Hintergrund ist ein Unfall vom 1.Mai, bei dem in Kaulsdorf ein Rad eines Wagens gebrochen war. Daraufhin hatte das Eisenbahnbundesamt die S-Bahn aufgefordert ihre Wagen alle sieben Tage zu überprüfen. Dem war die S-Bahn eindeutig nicht nachgekommen! Daraufhin drohte das Bundesamt gestern damit sämtlichen Verkehr einstellen zu lassen. Die S-Bahn reagierte und legte einge Linien komplett lahm, andere fahren nur noch im 20-Minuten-Takt.

Die S-Bahn selbst schiebt den Schwarzen Peter weiter an Bombardier, dem Hersteller der Wagen. Dieser habe der S-Bahn beim Kauf der Wagen zugesichert, das „die Räder dauerfest sind“. Bombardier zeigt sich entrüstet und behauptet nun seinerseits die Wagen nach allen gültigen Normen entsprechend 2004 ausgeliefert zu haben.

So ist Berlin. Und wie es sich für Berlin gehört, wird sich noch die Politik einmischen, der Schwarze Peter wird noch einige Male Hin und Her geschoben und wie immer können das die zahlenden Fahrgäste ausbaden. So sieht das mit Service bei der Bahn aus. Mit ansteigenden Fahrtkosten wird der nämlich immer weniger und wenn man Glück hat kann man sich auch noch von frustrierten Bahn-Mitarbeitern oder Kontrolleuren einiges anhören. Aber das ist ein anderes Thema. „Die Bahn kommt!“ lautete der Slogan der Bahn AG. Die Frage ist nur wann.

Advertisements