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Ich gebe zu die Überschrift ist etwas provokant. Soll sie aber auch sein, schließlich will ich provozieren und wachrütteln.

Ja, die Piratenpartei hat es nicht geschafft zur Landtagswahl in Brandenburg zugelassen zu werden. Aber sie ist nicht gescheitert! Bis vor wenigen Wochen waren es nur eine Handvoll Leute die sich in Brandenburg für diese Partei engagierten. Da hieß es alle Kräfte zu mobilisieren um Unterschriften zu sammeln. Dabei wurde ein Schreiben des Landeswahlleiters übersehen, in dem angeraten wurde bekannte Mängel zu beheben. Ein Formfehler. Ein ärgerlicher zwar, aber was solls. Der Knackpunkt ist doch, dass es der Piratenpartei trotz aller fehlender Kapazitäten gelungen ist auf Brandenburgs Straßen mehr als 2.200 Unterschriften zu sammeln. Das ist beachtlich und verdient meinen Respekt.

Das die Enttäuschung nach der Absage der Wahlkommission unter den Piraten groß ist, ist ebenfalls verständlich. Die nächsten Tage werden sie mit Selbstvorwürfen und Wunden-lecken beschäftigt sein. Dann muss der Blick aber wieder nach vorne gerichtet werden um das nächste Ziel – die Bundestagswahlen – anzugehen und einen erfolgreichen Wahlkampf auch in Brandenburg zu gestalten. Denn eines haben die Aufregungen der letzten Wochen gezeigt: Wir brauchen die Piratenpartei! Eine Partei die uns nicht ausplündert (um im klassischen Bild von Piraten zu bleiben), sondern auf dem www-Meeren für unsere Freiheit kämpft. Denn das Internet soll nicht ein Netzwerk werden in dem einige wenige Konzerne entscheiden wie wir es nutzen, welche Informationen an uns weiter gegeben werden, was wir zu kaufen haben und so weiter….

Momentan erinnern die Brandenburger Piraten ein wenig an die Piraten aus Steven Spielbergs „Hook“. Ich will sie aber wie in Roman Polanskis „Pirates“ mit bösem Blick und Messer zwischen den Zähnen! Haarrrh!

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