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sbahnEinen  kleinen Nachtrag zum S-Bahn-Chaos kann ich mir doch nicht verkneifen, zumal ich heute Morgen 2 Stunden (!) von Trebbin bis Kreuzberg gebraucht habe. Und auch nach langer Recherche im Internet habe ich immer noch nicht heraus gefunden woran es nun gelegen hat, dass erst die Regionalbahn eine halbe Stunde Verspätung hatte (und die ICEs durch Trebbin „geschlichen“ sind) und dann die Ringbahn ebenfalls erhebliche Verspätung hatte (und dann noch massiv überfüllt war). Wer es weiß – bitte mir schreiben, würde mich wirklich interessieren. Ein gutes hatte jedoch meine Recherche, denn ich bin auf einen kleinen, schon etwas älteren Artikel auf rbb-Online gestossen, in dem die Sendung „Klartext“ kurz Hintergrundinfos zum S-Bahn-Chaos gibt, die sehr interessant sind.[…]

KLARTEXT hatte bereits im Februar berichtet, dass die S-Bahn planmäßig auf Verschleiß fährt.

Der Grund dafür liegt im Verkehrsvertrag, den Berlin und Brandenburg mit der S-Bahn geschlossen haben: Der war eigentlich geheim. Doch KLARTEXT enthüllte schon damals: Zwar erhält die S-Bahn pro Jahr 250 Millionen Euro von Berlin und Brandenburg. Davon muss sie aber höchstens 5 Prozent, also maximal 12,5 Millionen Euro, zurückzahlen, wenn der Zugverkehr unzuverlässig ist.

Das rechnet sich für die S-Bahn. Und so spart sie seit Jahren unbekümmert an Personal und Wagenbestand.

Machte das Unternehmen 2006 noch 24 Millionen Euro Gewinn, waren es im Jahr darauf schon 34. Im vergangenen Jahr dann ein neues Rekordergebnis: Stolze 56 Millionen Euro Überschuss waren es am Jahresende.

Auf den Zusammenhang zwischen Rekordgewinn und miesem Service hatte KLARTEXT also schon vier Monate vor der jetzigen Krise hingewiesen.

Und darauf, dass sich so schnell nichts ändern dürfte: Der Verkehrsvertrag läuft immerhin noch bis 2017. […]

(Quelle: rbb online)

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