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Aus den Dokumenten des Bundestages, in denen die veröffentlichungspflichtigen Spenden über 50.000 Euro festgehalten werden, geht hervor, dass die FDP seit Beginn der Krise im September 2008 gut 1,25 Millionen Euro von Banken und Finanzorganisationen erhalten hat. Die CSU bekam 880.000 Euro, die CDU 706.000 Euro. Insgesamt kommen Union und FDP auf gut 2,83 Millionen Euro.

Als wirtschaftsnahe Partei wurde die FDP besonders üppig bedacht. Im Juni erhielt sie 200.000 Euro von der Deutschen Bank, 150.000 Euro von der Deutschen Vermögensberatung AG und 100.000 Euro von der Allfinanz Deutsche Vermögensberatung. Im April bekam die FDP 250.000 Euro von der Düsseldorfer Finanzierungsgesellschaft Substantia.

Die CSU etwa erhielt sechs Tage vor der bayerischen Landtagswahl im September 2008 zwei Großspenden: eine über 430.000 Euro, eine zweite über 390.000 Euro. Hinter beiden Firmen steckte damals laut Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ die Milliardärsfamilie von Finck.

Vor der Bundestagswahl kommen Grüne und Linke ohne Großspenden von Unternehmen aus.

Die SPD hingegen konnte in den letzten Monaten Großspenden einstreichen – allerdings weniger als die Konkurrenz von Union und FDP. Die Deutsche Bank überwies im Dezember 2008 100.000 Euro an die Sozialdemokraten. Neben den Sozialdemokraten bedachte die Großbank auch CDU und FDP mit insgesamt 800.000 Euro.

Nicht vergessen dürfe man aber, dass die Höhe der Spenden im Vergleich zum Gesamtbudget gering ausfalle. In Deutschland finanzieren Parteien ihre Arbeit und ihren aufwendigen Wahlkampf über drei Säulen:

  • Mitgliedsbeiträge
  • private Spenden
  • staatliche Mittel

2007 lag der Anteil der Spenden von Unternehmen an die CDU bei rund fünf Prozent, bei der FDP schlugen sie mit rund sechs Prozent zu Buche. Bei der SPD lagen die Firmenspenden bei knapp über einem Prozent. Den größten Teil machten Mitgliedsbeiträge und staatliche Mittel aus.

(Quelle: Spiegel Online)

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