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Dass Anglerin Ulrike Neuwirt aus Potsdam kürzlich beim Angeln mit Stippe und Wurm im Kleinbeuthener Kiessee (Teltow-Fläming) innerhalb von 30 Minuten zwei echte Piranhas am Haken hatte, hielt mancher zunächst für Anglerlatein. Doch bevor die schmackhaften Fische in die Pfanne wanderten, hatte sie diese zum Beweis fotografiert.

Angler Jürgen Völker aus Ludwigsfelde bestätigt: „Das sind Rote Piranhas.“ Er selbst hatte einmal sechs Stück der faszinierenden, aus Südamerika stammenden Fische. Sie können bis zu 30 Zentimeter lang werden und überleben auch im Aquarium nur in der Gruppe. Gefüttert hatte er sie jeden zweiten Tag mit einer Karausche, von der innerhalb von Sekunden nur noch der Kopf mit immer noch nach Luft schnappendem Fischmaul blieb.

Zoohändlerin Ute Leppin erinnert sich an zwei Kunden, die beim Umsetzen der Fische verletzt wurden. Dass aber in einem Badesee ausgesetzte Piranhas Menschen angreifen, hält sie für unwahrscheinlich. „Es sind eher scheue Tiere“, sagt sie. Jürgen Völker indes hatte – als er seiner Piranhas überdrüssig wurde – diese an einen Teltower Aquarianer verkauft.

Für Angler Gerd Ganzert aus Trebbin ist das Baden in Kleinbeuthen jedoch „eine Art russisches Roulette“. Und ein junger Mann versprach seiner Freundin, „nur noch mit Hose“ zu baden.

(Quelle: Gudrun Ott – Märkische Allgemeine)

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