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Brandenburger Polizisten werden bei Einsätzen auch in Zukunft keine Dienstnummern oder Namensschilder tragen. Es werde aber genau beobachtet, welche Erfahrungen in Berlin gemacht werden, sagte ein Sprecher des Potsdamer Innenministeriums am Donnerstag.

In Berlin sollen sich Polizisten vom nächsten Jahr an ihren Nachnamen oder ihre achtstellige Dienstnummer an die Uniform heften, damit Bürger die Beamten eindeutig zuordnen können. In Brandenburg gebe es viel weniger Demonstrationen als in der Bundeshauptstadt, so der Sprecher.

Kritik an den Berliner Plänen kam von der Deutschen Polizeigewerkschaft. Deren Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf sagte, eventuelles Fehlverhalten von Polizisten könne auch ohne eine Kennzeichnung aufgeklärt werden.

Die Debatte über die individuelle Kennzeichnung der Beamten war wieder aufgeflammt, nachdem Einsatzkräfte auf einer Demonstration am Samstag in Berlin einen Mann geschlagen hatten. Gegen zwei Beamte wird wegen Körperverletzung im Amt ermittelt.

(Quelle: rbb online)

Das stimmt schon. In Brandenburg sind weniger Demonstrationen und mir ist im Moment auch kein Fall bekannt, in dem die Brandenburger Polizei gegenüber Demonstranten überreagiert hätte. Trotzdem bin ich für eine Beschilderung. Was hat man denn zu verbergen? Hotelangestellte oder Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten oder anderer Dienstleistungen haben keine Probleme ein Namensschild zu tragen. Aber die Polizei? Warum?

Und die Bemerkung von Herrn Pfalzgraf Fehlverhalten von Polizisten könne man auch ohne aufklären ist oft genug in der Vergangenheit widerlegt worden. Selbst beim aktuellen Fall in Berlin mit dem Radfahrer: Hätte es solche Wellen geschlagen bzw zu Konsequenzen geführt, wenn nicht einer der Passanten gefilmt hätte? Ich bezweifle das ehrlich gesagt.

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