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Die Berliner S-Bahn will vom kommenden Montag an wieder mehr Züge fahren lassen. Von einer Rückkehr zur Normalität ist sie aber noch weit entfernt.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll auf der Stadtbahn der Verkehr der Linien S 3, S 5 und S 7 wieder aufgenommen werden. Zwischen Alexanderplatz und Westkreuz würden damit wieder alle Stationen bedient. Derzeit fahren hier nur Regionalzüge. Die Züge sollen im 20-Minutentakt zwischen Erkner und Charlottenburg, zwischen Strausberg und Charlottenburg und von Ahrensfelde nach Westkreuz fahren.

Der S-Bahn stehen hat nach eigenen Angaben von Montag an 380 Wagen und ab 2. Oktober voraussichtlich 420 Wagen zur Verfügung. Vor der S-Bahn-Krise waren an normalen Werktagen rund 1100 Wagen im Einsatz.

Die zusätzlichen Züge sollen auf den nachfragestarken Abschnitt einen Zehn-Minuten-Takt ermöglichen. Mehrere Linien werden zudem verlängert, so etwa die S 46 von Königs Wusterhausen bis zum Südkreuz oder die S 9 bis Buch. Von Berlin-Ostbahnhof nach Potsdam Hauptbahnhof bietet die Bahn täglich zusätzliche Regionalzüge an. Zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin-Spandau fahren auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten Regionalzüge der Linie RB 10.

Allerdings gibt es bei der S-Bahn neue technische Probleme. Nach Angaben des Untermehmens wurde ein defekter Bremszylinder an einem Zug entdeckt, der die vorgesehene Laufleistung noch nicht erreicht hatte. Aus diesem Grund seien erneut 17 Züge aus dem Verkehr genommen worden.

Die Ausweitung des Fahrplans sei hiervon aber nicht betroffen, sagte ein Sprecher. Man habe in den Werkstätten Reservezüge, die bereits überprüft seien. Auch das zuständige Eisenbahnbundesamt sei informiert worden.

Seit mehr als zwei Wochen hat die Berliner S-Bahn nur noch einen stark eingeschränkten Zugverkehr anzubieten. 24 der 166 S-Bahnhöfe sind ganz oder teilweise geschlossen. Grund sind technische Überprüfungen an den Fahrzeugen, nachdem die Bahn Wartungen an den Bremsen unterlassen hatte.

Die Grünen im Abgeordnetenhaus warfen dem Senat erneut vor, bei dem S-Bahnchaos handlungsunfähig zu sein. Es gebe keinen Plan für die Rückkehr zur Normalität und auch kein Konzept für angemessene Entschädigungen für Fahrgäste und betroffene Händler in den S-Bahnhöfen.

Der CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende Frank Henkel fordert die Bahn erneut auf, endlich eine angemessene Entschädigungsregelung vorzulegen.

(Quelle: rbb online)

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