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Ein 24-jähriger Bundespolizist muss sich ab Dienstag als Steinewerfer vor einem Berliner Amtsgericht verantworten. Der in Frankfurt/Main stationierte Beamte soll bei den Mai-Krawallen mindestens drei Kleinpflastersteine in Richtung von Kollegen geschleudert haben.

Dem Angeklagten wird Landfriedensbruch im besonders schweren Fall und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der suspendierte Beamte, der privat in Berlin war, soll einen Polizisten an der Hand, einen weiteren am Helm getroffen haben.

Bei den heftigsten Ausschreitungen seit Jahren wurden insgesamt 479 Polizisten verletzt. 289 Randalierer wurden zunächst festgenommen. In den Strafverfahren zum 1. Mai erhielt ein Lagerarbeiter mit drei Jahren und vier Monaten Haft die bisher höchste Strafe für das Werfen von zwölf Flaschen.

Auch in weiteren Prozessen reagierte die Berliner Justiz mit harten Strafen zur Abschreckung.

(Quelle: rbb online)

Die Berliner Justiz versucht hart durchzugreifen. Aha. Das hatten wir auch schon alles. Die Berliner Politik ändert ständig ihre Taktik. Nach Jahren des harten Durchgreifens (z.B. in den 80ern) versuchte man es mit Psychologen und einer De-Eskalations-Taktik und ist ebenfalls gescheitert. Jetzt wird man wieder hart durchgreifen, um in einigen Jahren festzustellen, dass es auch nicht die richtige Taktik ist.

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