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Der Wunsch der Türkischen Gemeinde in Deutschland nach einem schulfreien muslimischen Feiertag hat in Berlin unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Der Türkische Bund Berlin Brandenburg sprach sich dafür aus, als Zeichen für Akzeptanz einen muslimischen Feiertag für ganz Deutschland einzuführen. Die türkischstämmige Berliner Frauenrechtlerin und Anwältin Seyran Ates nannte diesen Wunsch dagegen ein „falsches Signal“, das Fremdenfeindlichkeit schüre.

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hatte sich in einem Interview für einen schulfreien muslimischen Feiertag ausgesprochen. Infrage käme etwa das muslimische Opferfest oder das Zuckerfest am Ende des Ramadan, zu dem allen Kindern schulfrei gegeben werden sollte, sagte er. Schon jetzt haben beispielsweise in Berlin muslimische Schulkinder zum Zuckerfest frei.

Kolat sprach sich für eine Regelung aus, die alle Schulkinder betreffen würde.

In Brandenburg gebe es für einen derartigen Feiertag keinen Bedarf, sagte der Sprecher des Potsdamer Bildungsministeriums, Breiding, am Dienstag. Er verwies darauf, dass nur etwa zwei Prozent der Brandenburger Schüler ausländischer Herkunft sind, darunter Türken, Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und Vietnamesen. Toleranz könne Schülern auch anders vermittelt werden, etwa durch das Unterrichtsfach Lebenskunde-Ethik-Religion.

(Quelle: rbb online)

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