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Nach einer Vielzahl von Brandanschlägen in Berlin haben unbekannte Täter in der Nacht zum Sonntag auch in Potsdam mehrere Fahrzeuge angezündet.

Nach Angaben der Polizei wurden dabei zwölf Autos schwer beschädigt, zwei von ihnen vollständig zerstört.

Nach Polizeiangaben hatten die Täter im Ortsteil Neu Fahrland Brandbeschleuniger auf die Autoreifen gelegt. Die Hintergründe in Potsdam sind noch unklar, teilte die Polizei mit.

In Berlin waren seit Jahresbeginn etwa 230 Autos durch politisch motivierte Brandanschläge zerstört oder beschädigt worden.

(Quelle: rbb online)

[UPDATE:] Neben sogenannten Luxus-Wagen wurden auch Fahrzeuge der unteren Mittelklasse von Ford, Skoda und Kia angegriffen. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten die Täter im Ortsteil Neu Fahrland brennende Grillanzünder auf die Autoreifen gelegt und damit das Feuer entfacht.

„Derartige Brandstiftungen an Autos gab es in diesem Ausmaß in Potsdam bisher noch nicht“, sagte der Polizeisprecher weiter. Doch dies stimmt nicht ganz: Im September 2000 hatten Unbekannte vor einem BMW-Autohaus an der Wetzlarer Straße im Ortsteil Babelsberg 14 Autos in Brand gesteckt. Die Täter schoben die Autos vor dem Autohaus zusammen, zerstörten dann die Heckscheiben und warfen Molotowcocktails hinein. Die Tat war der Höhepunkt einer Brandserie, die sich über mehrere Monate erstreckte. Die Potsdamer Polizei setzte damals eine spezielle Ermittlungsgruppe ein.

Im Jahr 2005 bekannte sich die Militante Gruppe zu einem Brandanschlag in Potsdam. In der Nacht zum 29. April hatten die Terroristen zwei Fahrzeuge des Potsdamer Umweltministeriums angezündet. Bei dem Brandanschlag war ein weiteres Fahrzeug ausgebrannt sowie sieben Fensterscheiben im Erdgeschoss des Ministeriums zerstört worden.

Möglicher Hintergrund der aktuellen Brandanschläge in der Landeshauptstadt: Am Freitag wurden in Berlin drei mutmaßliche Mitglieder der Militanten Gruppe verurteilt. In der Sympathisantenszene wurden daraufhin bundesweit „kreative Proteste und Aktionen“ angekündigt. Auch in Potsdam gibt es eine starke autonome Szene.

(Quelle: MoPo)

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