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Und wettert mächtig (und wie ich finde zu Recht) gegen die jetzige Präsidentin Knobloch. Nachzulesen hier auf Tagesspiegel.de.

Unter anderem hatte Broder geschrieben, der Zentralrat befinde sich in einem „erbärmlichen Zustand“. Die Verbandsspitze trete „als Reue-Entgegennahme-Instanz auf“ und sei von „kleinkariertem Größenwahn“ befallen.

„Die Präsidentin – intern Tante Charly genannt – scheint von dem Job überfordert“, schrieb Broder. „Es kann nicht die Aufgabe des Zentralrates sein, sich als das gute Gewissen Deutschlands aufzuführen.“ Als Präsident wolle er sich dafür einsetzen, dass die Holocaust-Leugnung nicht mehr strafbar ist. Er würde auch die Beziehungen zu jenen Moslems suchen, die für eine strikte Trennung von Staat und Gesellschaft eintreten.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die angekündigte Kandidatur des Publizisten Henryk M. Broder (63) für das Amt des Verbandspräsidenten als „lustige Fantasie“ bezeichnet. Broders Anliegen sei „legitim“, dessen Kritik an der amtierenden Präsidentin Charlotte Knobloch und Generalsekretär Stephan Kramer jedoch „sehr ungerecht, ungehörig und falsch“, so der Vizepräsident Graumann weiter.

(Quelle: MoPo)

Schade aber absehbar das der Zentralrat so reagiert hat. Natürlich polemisiert Broder aber grundsätzlich hat er mit seinen Vorwürfen Recht. Der Zentralrat ist verknöchert und altmodisch, er regt sich über wirklich jeden kleinen Mist inzwischen auf und fordert gleich Entlassungen derjenigen die sich angeblich antisemitisch geäußert haben oder sie stellen diejenigen mit Hitler und Goebbels auf eine Stufe. Broders Kandidatur – aber auch dann wenn es nicht zu dieser kommen sollte – stellt eine Chance für den Zentralrat dar, dies alles aufzubrechen und das darzustellen was er wirklich ist, nämlich die Vertretung der in Deutschland lebenden Juden (knapp 100.000), und nicht das mahnende Gewissen, welches die Deutschen ständig daran erinnern muss, das sie alle doch nur Nachkommen von Nazis sind. So wird das nämlich nie etwas mit gegenseitiger Toleranz und schafft eher im Gegenteil dem Antisemitismus in Europa weiter Vorschub.

Knobloch selbst wollte sich übrigens nicht zu den Vorwürfen Broders äußern.

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