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In Brandenburg wurde dem Energieerzeuger Vattenfall Europe die erste Erkundung zur unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid in der Region Birkholz-Beeskow (Oder-Spree) genehmigt.

Nach Angaben des Landesamtes für Bergbau vom Montag ist dem Unternehmen die Erlaubnis für seismische Messungen und Bohrungen erteilt worden. Nun müsse Vattenfall einen Betriebsplan für das Erkundungsverfahren aufstellen und einreichen.

Wie es weiter hieß, wird die Bearbeitung des zweiten Antrages für den Standort Neutrebbin (Märkisch-Oderland) voraussichtlich bis Anfang nächsten Jahres dauern.

In beiden für die CO2-Verpressung vorgesehenen Standorten gibt es starke Widerstände der Bevölkerung gegen die Pläne. Das klimaschädliche Treibhausgas soll durch das sogenannte CCS-Verfahren bei der Kohleverbrennung aus dem Rauchgas abgetrennt, zum Speicherstandort transportiert und dort unterirdisch eingelagert werden.

(Quelle: rbb online)

Ein gutes Beispiel wie Politik und Konzerne mal wieder gut zusammen arbeiten und die Ängste und Bedenken der Bevölkerung ignorieren. Das diese Ängste nicht völlig unbegründet sind zeigt die Katastrophe von Nyos.

Bereits im Jahr 1984 hatte es am Manoun-See in Kamerun eine plötzliche Ausgasung von Kohlenstoffdioxid gegeben, bei der 37 Menschen ums Leben kamen und welche die Wissenschaft lange Zeit vor ein Rätsel stellte. Am 21. August 1986 gegen 21:30 Uhr setzte der Nyos-See schlagartig rund 1,6 Millionen Tonnen CO2 frei. Das Gas strömte in nördliche Richtung in zwei naheliegende Täler und tötete Menschen und Tiere in bis zu 27 km Entfernung vom See. Etwa 1700 Menschen und Tausende von Tieren verloren ihr Leben. Der Auslöser für diese plötzliche Ausgasung ist nicht bekannt. Die meisten Geologen vermuten einen Erdrutsch, einige glauben, dass ein kleiner Vulkanausbruch die Ursache war. Nach der Katastrophe wurden die betroffenen Dörfer evakuiert und die Region zum Sperrgebiet erklärt.

Auch spricht die Bundesregierung davon ein kontrolliertes Entweichen des Kohlendioxids über einen Zeitraum von 200 bis 10.000 (!) Jahre zu ermöglichen, was ich für völlig absurd halte. Die Politik ist nicht mal in der Lage für 4 Jahre voraussschauend zu planen, will mir aber erzählen das sie solche Projekte (und z.B. auch Atommüll-Endlager) unter Kontrolle bewirtschaften könne.

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