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Für seine Forschung zu erneuerbaren Energien bekommt der Kasseler Wissenschaftler Kurt Rohrig den Deutschen Klimaschutzpreis 2009. Der Forscher vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik werde für sein Konzept eines „regenerativen Kombikraftwerks“ geehrt, teilte die Deutsche Umwelthilfe in Berlin mit.

Mit dem regenerativen Kombikraftwerk habe der Preisträger nachgewiesen, dass jederzeit und an jedem Ort Deutschlands eine bedarfsgerechte Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern mit heute schon verfügbarer Technik möglich sei.

Der Kasseler Forscher habe mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass mit erneuerbaren Energien eine sichere Stromversorgung nicht gewährleistet sei. „Die Behauptung, es geht nicht, weil der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint, ist widerlegt“, so der Vize-Vorsitzende der Deutschen Umwelthilfe, Michael Spielmann. Das Konzept sei mit „beeindruckendem Erfolg“ getestet worden. Es gebe bereits auch im Ausland Interesse zur Nachahmung.

Das für das ausgezeichnete Projekt realisierte Kombikraftwerk aus 28 dezentralen Kraftwerken decke den Angaben zufolge in einem verkleinerten Maßstab den Strombedarf in Deutschland mit erneuerbaren Energien ab. Real hätte im Rahmen des Projekts eine Kleinstadt mit etwa 12.000 Haushalten das ganze Jahr über mit Strom versorgt werden können. Das Kombikraftwerk habe somit im Kleinen vorweggenommen, was bis 2050 in ganz Deutschland und auch im internationalen Maßstab Realität werden müsse, um den Klimawandel zu begrenzen, betonte die Umwelthilfe.

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Bundesregierung, Prof. Dr. Martin Faulstich, sagte in seiner Laudatio: „Das regenerative Kombikraftwerk erlaubt es, aus vielfältigen erneuerbaren Energiequellen eine sichere und klimaverträgliche Stromversorgung aufzubauen.“

(Quelle: tagesschau)

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