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Der Post und die daraus folgende Diskussion bei Isamausi hatte mich doch etwas ins Grübeln gebracht, ob es sinnvoll ist Menschen in der Dritten Welt zu helfen und wenn ja welche Möglichkeit die effektivste wäre. Zufälligerweise hatte mein Arbeitgeber im Rahmen der Weihnachtsgratifikation den Vorschlag gemacht zwei Projekte bei Kiva mit jeweils 25 Dollar zu unterstützen. Von der Firma würde ich dann statt der umgerechnet 35 Euro 135 erhalten. Das war jedoch nicht der Grund das trotzdem zu unterstützen, tatsächlich überlegte ich eine knappe Woche und zermarterte mir das Hirn warum der Chef mir 100 Euro schenken möchte und ob das wirklich alles bei Kiva sinnvoll ist.

Dazu kurz die Beschreibung von Kiva aus Wikipedia:

Kiva.org ist eine Organisation, die Menschen ermöglicht, Mikrokredite über das Internet an Kleinbetriebe in Entwicklungsländern zu verleihen. Es ist eine gemeinnützige Organisation aus San Francisco, die von Spenden seiner Benutzer und unter anderem von PayPal, YouTube, Google, MySpace und Microsoft unterstützt wird.

Kiva portiert das Mikrofinanz-Konzept auf eine neue Ebene, indem sie es jedermann ermöglicht, ein Darlehensgeber („Lender“) zu werden. Der Geldgeber kann selbst bestimmen, welche Personen oder Projekte er fördern möchte. „Field Partners“ übernehmen die Auswahl der „Entrepreneurs“, der Kreditempfänger. Die Field Partners sind regionale Institutionen, die bereits im Rahmen anderer Projekte, vor allem Partnerprojekte der Grameen Bank, tätig sind. Diese regionalen Gruppen sind vor Ort tätig und reisen von Dorf zu Dorf, um die Einheimischen über die Mikrokredite und die Möglichkeiten zu informieren, davon zu profitieren. Menschen, die Geschäftsideen haben, denen es aber an Geld mangelt, sie umzusetzen, können sich dann als Entrepreneur eintragen lassen. Der Field Partner gibt der Geschäftsidee eine kurze Einschätzung und nimmt bei Erfolgsaussicht diesen Entrepreneur auf. Daraufhin werden der Entrepreneur und seine Geschäftsidee auf die Website von Kiva gestellt, so dass Geldgeber aus der ganzen Welt mit Mikrokrediten helfen können, diese Geschäftsidee Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Darlehensgeber stellen Kiva ihr Guthaben zinsfrei zur Verfügung. Kiva selbst berechnet ihren Partnerorganisationen ebenfalls keine Zinsen. Dem kreditnehmenden Unternehmern werden zur Eigenfinanzierung jedoch Zinsen vom Mikrofinanz-Institut berechnet. Laut Kiva beträgt die durchschnittliche Tilgungsrate der Kreditnehmer ca. 99,7%.

Kiva bietet seit August 2008 den Darlehensgebern an, sich in Gruppen („Communities“) zusammenzufinden, um dort miteinander in Kontakt zu treten. Somit entsteht nicht nur die Möglichkeit der Herstellung einer Beziehung zwischen Darlehensgeber und Entrepreneur, sondern auch innerhalb der Gemeinschaft der Darlehensgeber.

Zur Kritik gegenüber Mikrokrediten sagt Wikipedia:

Die Ärmsten der Armen kämen als Kreditnehmer nicht mehr in Frage, da es ihnen an Möglichkeiten mangele, Einkommen zu erzielen und Kredite zurückzuzahlen. Die Fokussierung auf die reine Kreditvergabe ohne Ergänzung einer Spar-Möglichkeit führe häufig auch zu einer Schuldenfalle, aus der gerade die weibliche Hauptzielgruppe nur schwer herauskomme. Überdies verändere die Vergabe von Mikrokrediten nicht die wirtschaftlichen Makrostrukturen und fördere auch keine transformativen Rahmenbedingungen.

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