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Selbst das Konzept für die neue Ausstellung des Trebbiner Heimatvereins hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. „Ursprünglich sollten anlässlich des Mauerfalls vor 20 Jahren Erlebnisberichte von Trebbiner Bürgern im Mittelpunkt der Ausstellung stehen“, erzählte Monika Ochotzki, Vorsitzende des Heimatvereins. Nunmehr zeigt die Ausstellung Gegensätze aus den letzten 20 Jahren – zwischen Ost und West zwischen dem Trebbin von damals und heute. So sind in einer Fotoausstellung Trebbiner Ansichten aus dem Jahre 1989 zu sehen und gegenübergestellt die heutigen Bilder. „So komprimiert auf einen Blick sieht man, dass sich in der Stadt doch sehr viel verändert hat“, so Monika Ochotzki. Sehr anschauliche Beispiele dafür sind der Trebbiner Marktplatz und die sanierte St. Marien-Kirche.

Ulrich Wunderlich, Mitglied im Heimatverein, hat dem Grundgesetz der BRD die Verfassung der DDR gegenübergestellt. Ebenso sind die Nationalhymnen der damaligen beiden deutschen Staaten nachlesbar. Ulrich Wunderlich stellt auch ein Foto zur Verfügung, das ihn beim West-Protest zeigt. Der Trebbiner steht auch heute noch dazu, dass die deutsche Wiedervereinigung aus seiner Sicht keineswegs ein Glücksfall der Geschichte ist. „Ich habe auch niemals das Begrüßungsgeld der BRD angenommen“, betonte er.

Anders urteilt Marita Spahn aus Kliestow. Sie hat eine sogenannte Begrüßungszeitung für DDR-Bürger in West-Berlin mit einem Willkommensgruß des damaligen Regierenden Bürgermeisters Walter Momper aufgehoben. „Die Zeitung erhielten wir zusammen mit den 100 Mark Begrüßungsgeld“, erinnert sie sich. Marita Spahn stellt für die Ausstellung aber auch zwei Kataloge aus DDR-Zeiten und den letzten „Quelle“-Katalog zur Verfügung. „Beides gibt es nicht mehr, in der DDR mangelte es an den entsprechenden Waren, ,Quelle’ ist ein Beispiel für die aktuelle Krise“, schätzte sie ein. DDR-Geld, Reisepässe, DDR-Toilettenpapier, Waschpulver und Reinigungsmittel erinnern an die DDR. Usa Lindner stellt ein Stück Mauer zur Verfügung, das sie seit 20 Jahren zu Hause aufbewahrt. Burkhard Heinrich hat eine Serie Postkarten vom Mauerfall zusammengestellt und Klaus Hilpert erinnert an die Gründung der SPD in Trebbin.

(Quelle: Uta Franke – MAZ Online)

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