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Rund 30.000 islamistische Extremisten leben nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Rainer Speer (SPD) in Deutschland. Weder dürften tatsächliche Gefahren beschönigt, noch die vorhandene Bedrohung aufgebauscht und vergrößert werden, sagte er heute in Potsdam auf einer Fachtagung des Verfassungsschutzes zum islamistischen Extremismus.

Bei den Zahlen bezog sich Speer auf Sicherheitskreise. Der Minister plädierte für eine realistische Analyse der Bedrohung. „Oft wissen wir noch zu wenig über die Entstehung und Aktionsformen des islamistischen Extremismus”.

„Islamistische Terroristen” seien auch unter Muslimen „eine kleine, aber gefährliche Minderheit”, wird Speer zitiert. Für das individuelle Bekenntnis zum Terror gebe es keine einfachen Erklärungsmuster und erst recht keine einfachen Lösungen. Die offene Auseinandersetzung mit dem Thema sei für die Gesellschaft notwendig.

„Unsere freiheitliche demokratische Grundordnung und der Islam als Religion stehen nicht im Widerspruch”, betonte die Leiterin des brandenburgischen Verfassungsschutzes, Winfriede Schreiber. Moslems seien wie alle anderen gefordert, aktiv und streitbar für die Demokratie einzutreten.

Im Sommer kommenden Jahres will sich der Verfassungsschutz auf einer Fachtagung mit links- wie rechtsextremistischen Autonomen beschäftigen.[dpa]

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