Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Und wenn ja – global oder nur regional?

Angestossen hat diese Diskussion (und ich hoffe sie setzt sich hier rege fort) Bordeauxdogge, die eigentlich nur Bauernregeln für den Januar mit Ausblick auf den kommenden Sommer präsentierte. Dann entspannte sich folgender Diskurs:

Herr Teddy: Angeblich soll das ja auch ein Zeichen für die Klimaveränderung sein, das z.B. im Raum Berlin/Brandenburg die Winter kälter und niederschlagsreicher werden und die Sommer dafür heiß und trocken. Wenn ich mir die letzten Jahre so anschaue, glaube ich wir sind mittendrin in der Veränderung.

Witjes: In den letzten Jahren der Frühling immer so 2-4 Wochen früher, der Herbst allerdings auch, das sind auch meine Beobachtungen. Dazu die heißen Sommer.
Aber das, was ich auch jetzt draußen sehe, nämlich ein dichter Schneesturm, der nochmal 10-20 cm auf unsere, für diese Gegend schon üppige Schneedecke draufschaufelt, das habe ich in den Klimaprognosen für diese Gegend nicht gefunden. Da heißt es nämlich zwar mehr Niederschlag im Winter, aber alles nur Regen.

Wolframkln: Leider sagt die Statistik was Anderes.
Nach einem kalten, frostigen Winter, folgt öfter als im Durchnitt ein recht feuchter und kühler Sommer.
Einen Winter wie diesen gibt es im Schnitt alle 10 Jahre, das ist absolut normal, den letzten wirklich kalten gab es 1996
in den 80ern gab es drei sehr kalte Winter in Folge, was sehr selten vorkommt. Und in Erinnerung, weil es wegen der Schneemassen ähnlich wie heute war, bleibt die Schneekatastrophe im Januar 1979.
Ein Jahrhundertwinter war der von 1962/63.
Im Februar 1956 war der Rhein von Bingen bis Koblenz restlos zugefroren.
Besonders schlimm war der Winter 1946/47, vor allem wegen der Nachkriegszeit.
Der stärkste Winter des letzten Jahrhunderts war der von 1928/29. Der Rhein war bis Köln zugefroren.
Allgemein sind die Winter in Mitteleuropa mild.
Ds gilt ebenso übrigens für “gute”, trockene Sommer.
Im Schnitt alle 10 Jahre.
Mit dem Klimawandel hat all das absolut nichts zu tun.

Herr Teddy: Man sollte das vor allem regional betrachten. So wie ich für den Raum Berlin/Brandenburg. Und da sind sehr wohl in den letzten Jahren/Jahrzehnten Veränderungen eingetreten. Wie ich oben schon beschrieben habe nimmt die Häufigkeit von langen, kalten, niederschlagsreichen Wintern und langen, heißen, trockenen Sommern hier in dieser Region zu.
Ein weiterer Indiz ist das verstärkte Auftreten von Pflanzen (Ambrosia) und Tieren (Dornfinger-Spinne, Holzbock), die es ausschließlich sehr warm mögen und bisher in diesem Raum nicht vorkamen.
Und schließlich ist es mehr als deutlich, dass in den letzten Jahren der Grundwasserspiegel in Brandenburg gesunken ist und immer noch sinkt.
Ob das ein regionales Phänomen ist oder Anzeichen einer globalen Klimaveränderung sind, weiß ich nicht, vorhanden sind sie aber allemal. Sich hinzustellen und anhand von willkürlichen Zahlen zu behaupten eine Veränderung gäbe es nicht halte ich für zu einfach.

Wolframkln: Wir solten diese Diskussion nicht hier weiterführen.
Das spregt den Rahmen hier total, und das soll nicht sein.
Solltest Du Interesse haben, könnten wir ja über e-Mail weiter
über dieses Thema reden. Wenn nicht, ist auch völlig ok.
Gruß von Wolfram

Da mir das Thema sehr am Herzen liegt, möchte ich die Diskussion gern hier weiterführen, wo keinerlei Rahmen uns einengt. Ich hoffe, das wird angenommen.

Advertisements