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[…] Pars pro toto (lateinisch) bedeutet übersetzt: Ein Teil [steht] für das Ganze. Das Prinzip des Pars pro toto kann als sprachliches Phänomen eine rhetorische Figur bezeichnen, aber auch praktisch als gesellschaftliche oder psychologische Handlungsweise und insbesondere als Form des Fetischismus verstanden werden.

Als Wortfigur gehört das Pars pro toto der Gruppe der Tropen an und bezeichnet sowohl eine spezielle Form der Metonymie (Namensvertauschung, Umbenennung) als auch der Synekdoche (Bedeutungsverschiebung). Das Gegenstück des Pars pro toto ist der Fall des Totum pro parte („das Ganze beschreibt einen Teil“).

Beispiele aus der Umgangssprache:

* ein Dach über dem Kopf haben – Dach für Haus

* pro Kopf – Kopf für Mensch

* Holland für die Niederlande – Holland ist nur ein Teil der Niederlande

* England für Vereinigtes Königreich – England ist nur ein Teil des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland

* Russland für die Sowjetunion – die Russische SFSR war nur eine Unionsrepublik der Sowjetunion.

* mit Mann und Maus – natürlich auch mit der gesamten Ausrüstung und Ladung (ähnlich: mit Kind und Kegel)

In der Philosophie spricht man auch von einem „Pars-pro-toto-Fehlschluss“. [wikipedia.de]

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