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[…] Deutschland soll eine führende Rolle bei der Überwachung der Euro-Pleitekandidaten übernehmen. Das schlägt der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet im „Handelsblatt“-Interview vor. Die Regierung in Berlin stehe in der Pflicht und müsse anderen Mitgliedstaaten der Euro-Zone auf die Finger schauen. „Deutschland ist die größte Volkswirtschaft im Euro-Raum und ein Land mit der Tradition gesunder Staatsfinanzen„, sagte Trichet. Er zähle auf die „aktive Rolle aller Länder, inklusive Deutschlands“, die Sparpläne Griechenlands zu überwachen. [Spiegel Online]

Hahaha…nein wirklich. Hat er den Herrentag nicht gut überstanden, oder ist er immer so ein Komiker, der Herr Trichet? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man wirklich drüber lachen, das er Deutschland als „…Land mit der Tradition gesunder Staatsfinanzen…“ bezeichnet. Da hat er wohl in Wirtschaftsgeschichte nicht aufgepasst, denn seit Adenauers Zeiten (Stichwort „Wirtschaftswunder“, welches auch nur teuer erkauft wurde) hat bisher jede Regierung über ihre (und damit meine ich auch „unsere“) Verhältnsisse gelebt. Mit großkotzigen Reden über die Konsolidierung des Haushalts und Reformen, die keine waren und deren Auswirkungen gleich wieder verpufft sind. Aber der Ruf Deutschlands scheint im Ausland immer noch besser zu sein als wir verdient haben.

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