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Gestern fragte mich meine Oma was ich denn eigentlich beruflich im genauen machen würde. Ich meinte, das könnte man jemanden, der von Computer nichts weiß, nicht ganz so einfach erklären. Ich versuchte es trotzdem und zumindest tat sie so als würde sie es im Ansatz verstehen. Warum jemand freiwillig den ganzen Tag vor diesem Kasten sitzen und Zahlen eingibt und vergleicht, das begreift sie aber – glaube ich – immer noch nicht.

Jedenfalls grübelte ich heute Morgen im Zug darüber nach, wie sich diese Generation (also 70Plus), aufgewachsen vor und im Krieg, ihr ganzes Leben viel draußen (mit ihren Händen) gearbeitet, wo man zum Feierabend sehen konnte, WAS man getan hatte. Und nun versuchen sie zu verstehen, wie sich unsere Generation (und noch viel extremer die Generation nach uns) in dieser virtuellen Welt – ich möchte fast sagen „Scheinwelt“ – so heimisch fühlt wie in der realen Welt.

Wir arbeiten und bauen an dieser Pseudo-Welt während der Arbeit und auch noch in der Freizeit, unser ganzes alltägliches Leben wird mittlerweile davon bestimmt, und um uns herum zerfällt die reale Welt. Verrückt.

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