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[…] Mit dem III. (22. Juni bis 12. Juli 1921) und dem IV. Weltkongress (5. November bis 5. Dezember 1922) wird eine Phase vergleichsweise gemäßigter Politik der Komintern verbunden. Dies geschah nachdem sich die – auch im Zusammenhang des Ersten Weltkrieges aufgetauchten – internationalen revolutionären Strömungen nicht zu der erwarteten Weltrevolution verdichteten. Stattdessen ebbten diese im Weltmaßstab offensichtlich sogar ab. Die führenden Köpfe der Kommunistischen Partei Russlands, Lenin und Trotzki, waren daher gezwungen, ihre bisherige Strategie anzupassen. Als unmittelbare Folge suchten die in der Komintern organisierten KP unter der Losung der „Einheitsfront“ jetzt nach Bündnispartnern in anderen Parteien innerhalb der politischen Linken.

Im Anschluss an den III. Weltkongress hatte Lenin eine Einheitsfront-Taktik entwickelt, die sich das EKKI im Dezember 1921 zu eigen machte. Als Konsequenz fanden 1922 in Berlin Verhandlungen der Komintern mit Vertretern anderer Linksparteien statt. Auf dem IV. Weltkongress wurde diese Linie 1922 offiziell bestätigt. In der Folge entstanden 1923 zwar kurzzeitig Arbeiterregierungen der Sozialdemokraten und der KPD in den deutschen Ländern Sachsen und Thüringen, das Verhältnis der Komintern zu Sozialdemokraten und nichtrevolutionären Sozialisten blieb jedoch gespannt. [Wikipedia]

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