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[…] The Whitest Boy Alive ist eine in Berlin gegründete Musikgruppe, die aus einem 2003 gestarteten Projekt für elektronische Tanzmusik hervorgegangen ist. Die Band besteht seit 2006 aus Erlend Øye (Gesang, Gitarre, ebenfalls Mitglied von Kings of Convenience), Marcin Öz (Bass), Sebastian Maschat (Schlagzeug) und Daniel Nentwig (Keyboard).

In ihrer Entwicklung hat sich die Band vom ursprünglich elektronischen Konzept verabschiedet, so dass das 2006 veröffentlichte Debüt-Album Dreams keine elektronisch programmierten Elemente mehr enthält. Die Texte sind in englischer Sprache gehalten. [Wikipedia]

Tatsächlich enhält Dreams keinerlei elektronische Spielereien, sondern ist Gitarrenpop vom Feinsten. Man kann kaum glauben, dass diese Musik aus (Sorry!) Berlin kommt, klingt sie nämlich überhaupt nicht provinziell oder anstrengend oder gar aufgesetzt wie bei vielen dieser „hippen“ Bands aus Berlin. Nein, ich war sehr positiv überrascht, als ich das Album zum ersten Mal hörte. Mittlerweile gehört es zu meinen Lieblingsscheiben, und das aus mehreren guten Gründen.

Zum Einen klingt es so herrlich entspannt und entspannend. Man kann es gut nebenbei laufen lassen, man kann sich aber auch sehr gut bei genauerem Hören in dieser Musik verlieren. Irgendwie klingt es wie eine Mischung aus Cousteau (ohne dessen jazzige Anteile) und Mogwai (nur mit wesentlich einfacheren Strukturen).

Genau diese Symbiose ist ein weiterer Grund. Stellenweise hören sich die Songs an, als hätten die Jungs in ihrem Studio einfach drauflos gejamt und den Recorder mitlaufen lassen. Da verliert sich die Gitarre schon mal in ihren eigenem Riff.

Zum anderen habe ich gerade begonnen mich mit Entspannungstechniken (Atemübungen, Autogenes Training) zu beschäftigen und da passt dieses Album wunderbar hinein. Die Songs sind zwar mit traurigen Texten versehen, die Musik ist aber extrem ruhig und fast schon hypnotisierend. Einfach zum Entspannen, Relaxen, Träumen.

Fazit: Lässiger Gitarrenpop vom Feinsten, für andere die wahrscheinlich langweiligste Praline der Welt (ist mir aber egal). 5 Sterne. Unbedingt anspielen: Burning; Fireworks; Done with you; Don’t give up (mein Favorit); Above you. Reinhören kann man auch hier bei myspace.

Tracklist:

  1. Burning
  2. Golden Cage
  3. Fireworks
  4. Done With You
  5. Don’t Give Up
  6. Above You
  7. Inflation
  8. Figures
  9. Borders
  10. All Ears
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