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Mein Sohn ist seit einigen Wochen in der „großen“ Gruppe (ab 2 Jahre) in der Kita und hat bereits einige neue Wörter gelernt und sich auch neue Mimik und Gestik von den größeren Kindern abgeschaut. So benutzt er das Wort „böse“ inflationär; also immer wenn ihm etwas nicht passt, dann ist jemand böse: Mama böse, Papa böse, Teddy böse, manchmal auch er selbst.

Desweiteren zickt er neuerdings rum und bockt dann einfach mit einem energischen „Nein!“ oder fängt gleich an zu Heulen. Meistens hilft noch ein erklärendes Wort, aber immer weniger. Manchmal hilft da nur noch eine Drohung: Entzug von Spielzeug etc, keine körperliche Gewalt.

Vorgestern spielte sich nun folgende Situation beim Opa ab:

Noah fährt mit seinem Laufrad immer wieder gegen das Bein vom sitzenden Opa.

Papa: Hör bitte auf.

Noah macht mit einem Grinsen weiter. Es scheint ihm Spaß zu machen. Opa ermahnt, allerdings nicht ansatzweise energisch genug.

Papa: Noah, hörst du bitte damit auf! Du tust dem Opa weh!

Kurzes Innehalten, dann macht er weiter und schaut Papa dabei erwartungsvoll an.

Papa: Wenn du nicht aufhörst, nehme ich dir das Fahrrad weg!

(Ihr ahnt es. Jawohl.) Er macht weiter. Papa springt auf, entreißt ihm das Fahrrad und bringt es um die Hausecke. Plärren und undeutliches Plappern sind die Antwort.

Papa: Wenn du wieder lieb bist und nicht mehr anderen weh tust, bekommst du das Fahrrad wieder.

Verständnisvolles Nicken, dann holen wir gemeinsam das Fahrrad wieder vor. Papa setzt sich wieder auf seinen Stuhl  und schaut Noah noch scharf an. Dieser schwingt sich auf sein Laufrad und streckt dem Papa die Zunge raus. Auch das kannte er vor kurzem noch nicht.

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