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[…] Comfortably Numb ist ein Titel des Konzeptalbums The Wall der britischen Rockband Pink Floyd, der 1979 als Single veröffentlicht wurde. Geschrieben wurde er von David Gilmour (Musik) und Roger Waters (Text). Das Stück gilt als eines der entscheidenden Lieder auf dem Album und wurde von der Band seither regelmäßig bei Live-Auftritten gespielt.

Rockstar Pink, die Hauptfigur des Konzeptalbums The Wall, liegt in einem Hotelzimmer und ist aufgrund massiven Drogenmissbrauchs und psychischer Störungen nicht in der Lage, einen Konzertauftritt zu absolvieren. Um das Konzert nicht absagen zu müssen, wird eilig ein Arzt herbeigerufen, der Pink mit allerlei Medikamenten für die Show bereit machen soll. Während Pink von seinen Halluzinationen berichtet und feststellt, er sei „angenehm betäubt“ (englisch „comfortably numb“), interessiert sich der Arzt nur für die Verabreichung der Aufputschmittel, die seinem Patienten ermöglichen sollen, das Konzert zu geben.

In den Strophen, gesungen von Roger Waters, spricht der Arzt. Er ist mutmaßlich von Pinks Management herbeigerufen worden und versucht, den Künstler mit Hilfe von Medikamenten und gesprochenen Plattitüden (sinngemäß: „Das hier tut kaum weh“, „Dies wird dich wieder auf die Beine bringen“ usw.) für die Show bereit zu machen. Ob dem Arzt die Schwere von Pinks Problemen bewusst ist, wird nicht klar. Schon der einleitende Satz, den der Arzt an den psychisch abwesenden Pink richtet (sinngemäß: „Hallo, ist da jemand drin?“), kann sowohl als missglückter Versuch eines Scherzes als auch als zynischer Umgang mit Pinks Zustand verstanden werden.

Im Refrain (gesungen von David Gilmour) spricht Pink selbst und berichtet, die Stimme des Mediziners sowie sonstige Wahrnehmungen kämen für ihn von ganz weit her, wie „Der Rauch eines Schiffes am Horizont“. Weiter berichtet er von Halluzinationen, die durchmischt sind von vagen Kindheitserinnerungen. Er schließt jede Erzählung mit der Aussage, er sei nun in diesem Zustand „angenehm betäubt“.

Neben dem eindringlichen Text erklärt sich die Botschaft des Liedes auch durch zwei Gitarrensoli von David Gilmour: Während sich das erste Solo noch tonal an den von Pink gesprochenen Refrains orientiert und eher melodisch-romantisch angelegt ist, ist das zweite Solo (gespielt über die Akkorde der „Arzt-Strophen“) deutlich düsterer und aggressiver. Dies verdeutlicht die rapide Verschlechterung von Pinks Zustand. [Wikipedia]

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