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Aus der Satire „Die Vögel“ des größten klassischen Komödiendichters Aristophanes (445 bis 386 v. Christus). Der glossierte die Schwächen seiner Heimatstadt Athen und ließ in dem Stück eine Eule herbeifliegen, worauf gefragt wurde: „Wer hat die Eule nach Athen gebracht?“ Dort lebten damals sehr viele Eulen. Die Eule war das Symbol der Klugheit und das Sinnbild der Schutzgöttin Athene.

[Aus dem Lexikon des unnützen Wissens]

[…] Der römische Geschichtsschreiber übernahm das Sprichwort als „ululas Athenas“. Im Laufe der Zeit haben sich viele weitere Sprichwörter auf der Basis dieses Ausspruchs gebildet. So waren bereits im antiken Griechenland „Fische zum Hellespont bringen“ oder „Krokodile nach Ägypten bringen“ bekannt. Modernere Varianten lauten etwa „Bier nach München bringen“, „Kohlen nach Newcastle tragen“ (vom englischen: „carry coals to Newcastle“), „den Bäckerskindern Stullen geben“ oder „mit dem eigenen Samowar nach Tula fahren“ (russisches Sprichwort). Ähnlich ist das lateinische lignam in silvam (ferre) „Holz in den Wald tragen“ (Horaz, Satiren I, 10, 34). Außerdem bekannt geworden ist in dieser Reihe „Schokolade in die Schweiz bringen“.

Weiterhin existieren viele besonders regional und lokal bekannte Abwandlungen, zum Beispiel aus dem Norddeutschen „Torf ins Moor tragen“ oder „Schnecken nach Metz treiben“. [Wikipedia]

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