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[…] Pausen setzen ein Geschehen voraus und verweisen zugleich auf ein Geschehen, das ihnen folgt. Sie unterbrechen das Handeln durch ein Unterlassungshandeln und machen das, was sie unterbrechen, zur Vergangenheit und, was ihnen folgt, zur Zukunft. Sie sorgen dafür, dass etwas Neues eintritt, weil zuvor etwas aufgehört hat. Pausen sind also nicht nichts. Im Gegenteil, sie sind sinn- und wirkungsvolle Leerstellen, in denen mehr oder weniger Bedeutungsvolles geschieht. Sie dienen dem Nach- und dem Vorausdenken, regen zum Träumen an und erlauben das Abschalten und Verarbeiten. „Zum Denken“, schreibt Walter Benjamin, „gehört nicht nur die Bewegung der Gedanken, sondern auch ihre Stilllegung.“ [Karlheinz Geißler: Lob der Pause]

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