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Wie so oft, so auch gestern. Da wollte ich mal eine Stunde früher zu Hause sein, weil ich auch den Kleinen von der Kita abholen musste und den Handwerker bestellt hatte, machte also pünktlich eine Stunde früher Feierabend und fuhr mit der Ringbahn bis Südkreuz. Wollte ich zumindest. Erstmal kam ich nur bis Hermannstraße, dann allgemeine Aufregung beim Bahnpersonal, denn erst hieß es „wegen Betriebsstörung verzögert sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit“, dann dass die Strecke komplett gesperrt ist und man sich nach Alternativen umschauen solle (da gerät man plötzlich in Panik! Wie jetzt wohin?) und fünfzehn Minuten später fuhr die Ringbahn doch weiter.

Der Gipfel der Informationspolitik der Bahn war jedoch in Südkreuz, wo auf der Anzeigetafel mein Zug mit allem drum und dran angekündigt wurde, jedoch als Laufband zu lesen war: „Dieser Zug fährt vom Bahnhof Gesundbrunnen“. Kann mir das mal jemand erklären? Ich stand da einige Minuten und grübelte tatsächlich was das bedeuten sollte. Sollte ich jetzt nach Gesundbrunnen, weil der Zug hier nicht mehr fuhr? Oder fuhr der Zug trotzdem hier lang, aber davor nicht die normale Strecke, sondern über Gesundbrunnen? Verwirrung pur. Und nicht nur bei mir.

Zum Glück löste eine Durchsage zehn Minuten später das Ganze auf. Wir sollten doch entweder mit der S-Bahn bis Gesundbrunnen um den Regio zu erreichen oder bis Teltow, dort den Schienenersatz bis Ludwigsfelde und dann in den Regio. Ich nahm Tor 2 und gewann eine wunderschöne Volle-S-Bahn-und-dann-mit-dem-Bus-Überland-Tour im Gesamtwert von 2 Stunden inklusive Halbe-Stunde-in-der-Kälte-Warten am Ludwigsfelder Bahnhof.

Inzwischen hatte ich dem Handwerker abgesagt und meine Schwester gebeten den Kleinen von der Kita abzuholen. Als ich am Abend mit meiner Lebensgefährtin telefonierte, erzählte sie den Grund für das Ganze. Wie ich schon geahnt hatte, nahm sich eine Viertelstunde vor meiner Ankunft in Südkreuz jemand das Leben und löste damit ein Verkehrschaos aus. Das an sich ist ja schon schlimm (der Suizid, nicht das Chaos), aber die Tochter von einer Arbeitskollegin meiner Freundin (daher wusste sie es) stand unmittelbar daneben und wurde beim Anblick des Unfalls ohnmächtig und fiel fast selbst noch in die Gleise!

Schnell zu etwas Erfreulicherem: der zweite Buchstabe des Rätsels wird gesucht! Diesmal ist er in der Überschrift versteckt, denn dabei habe ich einen Titel eines Jazzstandards abgewandelt. Wer sich mit Jazz oder Musikgeschichte etwas auskennt, für den ist es nicht schwierig. Alle anderen nutzen wieder eine Suchmaschine. 🙂

Um wahrhaft beliebt zu sein, darf man weder seine Klugheit noch seine Dummheit allzu sehr zeigen. (Volksweisheit)

SA 8.16 Uhr  SU 16.51 Uhr

MA 18.02 Uhr  MU 8.17 Uhr

Fabian und Sebastian

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