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„ARD exclusiv – Die Pangasius-Lüge“. Heute Abend, 21.45 Uhr, ARD. Unbedingt ansehen. Wiedermal ein sehr gutes Beispiel wie die Industrie den Glauben der Menschen etwas Gutes zu tun schamlos ausnutzt. Ekelhaft!

[…] Die Deutschen lieben Pangasius. Sie bezahlen für den Speisefisch jedoch häufig zu viel: Denn die Hersteller reichern ihn mit wasserbindenden Zusatzstoffen an, um das Gewicht zu erhöhen. Einige Unternehmen verzichten sogar auf den vorgeschriebenen Verpackungshinweis.

[…]

Beim Pangasius, der in Deutschland zu einem der beliebtesten Speisefische gehört, gibt es noch weitere Probleme. In ihrer Reportage „Die Pangasius-Lüge“ zeigen die NDR-Reporter, wie die Zucht in Vietnam den Fluss Mekong verschmutzt.

Michael Höft hat für den Film in Vietnam recherchiert. Er erzählt, wie die Fische zu Hunderttausenden in viel zu kleinen Becken gehalten werden. „Auf einem Kubikmeter liegen da 60 bis 80 Fische.“ Bei der Größe der Tiere könnten Krankheiten daher nur vermieden werden, indem massiv Antibiotika und Pestizide eingesetzt werden.

Diese belasten das Ökosystem des Mekong ebenso wie der Fischkot – mindestens eine Million Tonnen pro Jahr werde in den Fluss geleitet. Zwar hätten die Lebensmittelkontrolleure keine Antibiotika-Rückstände festgestellt. Das hat aber laut Höft einen einfachen Grund: Rechtzeitig vor dem Fang würden die Medikamente abgesetzt, damit sie sich noch rechtzeitig im Körper der Fische abbauen.

Gerne wird der Pangasius auch als Lösung für die Überfischung der Weltmeere bejubelt. Laut dem NDR-Reporter zu Unrecht: „Die Fische werden mit Tiermehl gefüttert, dafür fangen und verarbeiten die Vietnamesen die gesamte Artenvielfalt.“ Höfts Fazit: „Der Hype um den Pangasius ist völlig absurd.“ [Spiegel Online]

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