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Da ist man Vierzig geworden, hat alles erreicht, was so erstrebenswert ist (Familie, Kinder, Haus, Job, ohne Geldsorgen etc) und trotzdem ist man nicht zufrieden. „Warum werde ich nicht satt?“ sangen schon vor zwanzig Jahren die Toten Hosen. So gehts mir allerdings nicht erst jetzt, sondern schon seit einigen Jahren. Manche würden sagen, typische Midlife-Crisis. Neu ist allerdings, das ich das nun auch körperlich spüre. Nach langer Selbstbeobachtung und auch Selbstkritik war schnell klar – das Rauchen ist mitverantwortlich.

Also hieß es mal wieder aufhören. Ich hatte das ja schon zwei Mal in den letzten zehn Jahren über einen längeren Zeitraum geschafft, mit dem Ergebnis das ich jeweils zehn Kilo zugenommen hatte und mal eben von 70 auf 90 Kilo aufgerüstet hatte. Auch die letzten Monate hatte ich mit Hilfe von Nikotinkaugummi oder Pflaster versucht das Rauchen aufzugeben, das hielt maximal drei Tage am Stück an. Halbherzig braucht man an diese Sache nicht hergehen, man muss es wirklich wollen.

Letzte Woche Montag war ich nun bei meiner ehemaligen Hausärztin in Potsdam zur Nikotinentwöhnungs-Beratung, eine Stunde psychologische Beratung (Kosten: 150 Euro). Sie empfahl mir Tabletten zur Unterstützung, meinte aber auch, die Tabletten allein würden es nicht bringen, der Wille zum Aufhören muss schon da sein.

Die ersten sieben Tage der Einnahme der Tabletten (übrigens nochmal 100 Euro für 4 Wochen) darf und sollte man auch noch weiterrauchen, sich aber einen Ausstiegstermin festlegen. Der war heute. Oder ist heute. Oder sollte er sein. Jedenfalls habe ich heute Morgen die letzte Zigarette der letzten Schachtel geraucht. Schluß! Dann eine Stunde Fahrt zur Arbeit und dann neun Stunden gearbeitet und bin ganz gut ohne Zigaretten ausgekommen. Zum Feierabend mit den Kollegen, wie gewohnt, eine geraucht. Und anschließend mich gescholten, was ich doch für ein Esel bin! Bei der erstbesten Gelegenheit wieder eingeknickt.

Übrigens meinte meine Ärztin bei der Beratung auch noch ich sollte das „Feierabendbier“ (mittlerweile sind es ja zwei bei mir) weglassen, Alkohol und Zigaretten sind bei mir miteinander verbunden. Zum Bierchen ein Zigarettchen und so. Habe meinen Bierkonsum reduziert seit letzter Woche, aber eben auch nicht eingestellt. Das sagte ich der Ärztin auch heute beim Folgetermin (kostenlos) und sie fragte mich nur, warum ich beides nicht vollständig eingestellt hätte. So wäre das Scheitern bereits vorprogrammiert. Außerdem sollte ich mich nicht so kindisch benehmen und endlich erwachsen werden!

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